Die Bundesnetzagentur erhöht den Druck auf die Telekommunikationsbranche: Ein am Montag vorgelegtes Konzeptpapier sieht die mögliche Zwangsabschaltung veralteter Kupfer-DSL-Netze vor. Für die Deutsche Telekom als größten Netzbetreiber des Landes würde dies eine beschleunigte Migration von Millionen Bestandskunden bedeuten. Zeitgleich treibt der Bonner Konzern seinen Glasfaserausbau durch Partnerschaften voran – eine Strategie, die nun auf eine harte Probe gestellt werden könnte.

Die wichtigsten Entwicklungen:
- Bundesnetzagentur plant Zwangsabschaltung alter DSL-Netze
- Stellungnahmefrist für Unternehmen bis 16. März 2026
- Telekom erweitert Glasfaser-Kooperation in Bochum um 60.000 Anschlüsse
- Aktienrückkaufprogramm wird fortgesetzt (1,5 Mio. Aktien in einer Woche)

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Beschleunigter Abschied vom Kupferkabel

Die Behörde will Fehlanreize für den Weiterbetrieb alter Technologie beseitigen. Hintergrund: Viele Kunden halten trotz teuren Glasfaserausbaus an günstigeren DSL-Verträgen fest. Die Auslastung der neuen Infrastruktur bleibt deutlich hinter den Investitionen zurück. Eine regulatorische Zwangsabschaltung würde dieses Problem lösen – allerdings mit Risiken. In einer Phase erzwungener Vertragswechsel könnten Kunden zu Wettbewerbern abwandern.

Kooperative Ausbau-Strategie

Parallel zur regulatorischen Diskussion setzte die Telekom am Montag ein Zeichen für ihre bevorzugte Vorgehensweise. Die erweiterte Partnerschaft mit Glasfaser Ruhr bringt 60.000 zusätzliche Haushalte und Unternehmen in Bochum ans Glasfasernetz. Der Konzern bezeichnet dieses Modell als "Blaupause für den flächendeckenden Glasfaserausbau" – offene Netze und Kooperation statt parallelem, teurem Infrastrukturausbau.

Die Frage bleibt: Passt diese organische Wachstumsstrategie noch zu einem möglichen regulatorischen Kraftakt? Die Pläne der Bundesnetzagentur könnten das kooperative Modell entweder unter Druck setzen oder ihm paradoxerweise zum Durchbruch verhelfen.

Quartalsvorlage als Richtungsentscheidung

Bis zum 16. März 2026 können die betroffenen Unternehmen zu den Vorschlägen Stellung nehmen. Schon vorher dürfte sich das Telekom-Management äußern: Am 26. Februar folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten, dass der Konzern im Rahmen der Bilanzpressekonferenz seine strategische Position zur neuen regulatorischen Landschaft klar formulieren wird.

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