Synopsys steht unter massivem Druck. Kurz vor den entscheidenden Quartalszahlen braut sich ein toxischer Mix aus juristischem Ärger und skeptischen Analysten zusammen. Während die Wall Street ihre Kursziele reihenweise kappt, tobt hinter den Kulissen ein Kampf der Großinvestoren: Ist der aktuelle Kursrutsch eine Kaufgelegenheit oder der Beginn einer tieferen Krise?

Analysten ziehen die Reißleine

Die Stimmung an der Wall Street hat sich spürbar eingetrübt. Nach enttäuschenden Umsatzzahlen im dritten Quartal, die mit 1,74 Milliarden US-Dollar unter den Erwartungen lagen, rudern Analysten nun zurück. Das Konsens-Rating lautet mittlerweile nur noch „Hold“, und namhafte Institute wie Piper Sandler, Needham und KeyCorp haben ihre Kursziele deutlich gesenkt – teilweise um über 100 Dollar.

Der Grund für die Zurückhaltung liegt auf der Hand: Die Experten zweifeln zunehmend an der kurzfristigen Wachstumsdynamik. Der Aktienkurs spiegelt diese Skepsis wider und liegt mit einem Minus von über 23 Prozent seit Jahresanfang deutlich im roten Bereich.

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Juristisches Nachspiel droht

Als wäre der operative Gegenwind nicht genug, belasten nun auch noch Sammelklagen die Aktie. Der Vorwurf wiegt schwer: Synopsys soll im Vorfeld der 35-Milliarden-Dollar-Übernahme von Ansys wesentliche Risiken im Geschäftsbereich „Design IP“ verschwiegen haben.

Konkret geht es darum, dass Kunden offenbar weit mehr individuelle Anpassungen forderten als kommuniziert. Dies bindet Ressourcen und drückt empfindlich auf die Margen. Diese rechtliche Unsicherheit hängt wie ein Damoklesschwert über dem Kurs, während Anleger noch bis Ende Dezember Zeit haben, sich der Klage anzuschließen.

Das große Geld ist uneinig

Wie zerrissen die Marktmeinung aktuell ist, zeigt ein Blick auf die Portfolio-Entscheidungen der Großinvestoren. Während einige Fondsmanager angesichts der Probleme ihre Bestände radikal zusammenstreichen – Financial Advocates reduzierte seine Position um über 65 Prozent –, wittern andere eine Einstiegschance. So nutzte BLI Banque de Luxembourg Investments das gedrückte Niveau für einen massiven Zukauf.

Alle Augen richten sich nun auf den 10. Dezember. Die anstehenden Quartalszahlen müssen zeigen, ob die Integration von Ansys vorankommt und wie stark die Probleme im IP-Segment wirklich sind. Bis dahin dürfte die Aktie, die zuletzt bei rund 360,80 Euro schloss, weiter zwischen Hoffen und Bangen pendeln.

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