Synopsys steht kurz vor den nächsten Quartalszahlen – und genau jetzt justieren Analysten ihre Erwartungen. HSBC hat die Aktie von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und damit ein Signal gesetzt: 2026 dürfte weniger ein Jahr des Rückenwinds werden, sondern eines der Umstellung. Was steckt hinter der vorsichtigeren Haltung?

HSBC wird vorsichtiger – aus konkreten Gründen

Die Herabstufung von HSBC vom 20. Februar kommt nicht aus dem Nichts. Die Analysten sehen das Geschäftsjahr 2026 als „Transition Year“, also als Übergangsjahr. Belastend wirken demnach vor allem geopolitische Unsicherheiten – und operative Herausforderungen rund um Intels Foundry-Geschäft.

Das ist für Synopsys relevant, weil diese Faktoren laut HSBC direkt auf das EDA-Segment (Electronic Design Automation) durchschlagen. Genau dieser Bereich war im Geschäftsjahr 2025 ein wichtiger Umsatztreiber. Parallel dazu erwartet HSBC für die Design-IP-Sparte 2026 ein eher gedämpftes Wachstum. Das würde eine Abkühlung gegenüber früheren, langfristigen Wachstumsannahmen bedeuten – zeitlich zusammenfallend mit der strategischen Verschiebung hin zu neuen KI-Initiativen.

Zahlen zuletzt stark – aber der Blick geht nach vorn

Rückblickend hatte Synopsys im vierten Quartal 2025 solide geliefert: Der Gewinn je Aktie lag bei 2,90 US-Dollar und damit über der Markterwartung von 2,79 US-Dollar. Der Umsatz sprang im Jahresvergleich um 37,8% auf 2,25 Mrd. US-Dollar. Genau solche Zahlen erklären, warum die Abstufung nun umso stärker über die Perspektive 2026 begründet wird – weniger über die Vergangenheit.

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Entscheidend wird deshalb der nächste Termin: Am 25. Februar legt Synopsys die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Hier dürfte sich zeigen, ob das „Übergangsjahr“-Narrativ mit konkreten Signalen aus dem operativen Geschäft unterfüttert wird.

Beim Kursbild bleibt der Eindruck gemischt: In den vergangenen 30 Tagen steht die Aktie deutlich unter Druck (−16,38%), der Schlusskurs am Freitag lag bei 373,35 €.

Wechsel im Board: Audit-Fokus rückt in den Vordergrund

Neben dem Analysten-Update gab es auch Neuigkeiten zur Unternehmensführung. Am 19. Februar wurde Peter A. Shimer, früherer Deloitte-Manager, in den Verwaltungsrat und den Prüfungsausschuss berufen. Gleichzeitig wurde bestätigt, dass Luis Borgen und Dr. Ajei Gopal bei der Hauptversammlung 2026 nicht zur Wiederwahl antreten werden.

Fazit: Der nächste Prüfstein kommt am 25. Februar

HSBCs Wechsel auf „Hold“ ist vor allem eine Wette auf mehr Gegenwind im Jahr 2026 – mit geopolitischen Risiken, Intel-Foundry-Effekten und weniger Dynamik im Design-IP-Geschäft als zentralen Argumenten. Ob diese Vorsicht gerechtfertigt ist, dürfte sich bereits mit dem Q1-Bericht am 25. Februar zeigen, der neue Hinweise zur Entwicklung der wichtigen EDA-Erlöse und zum Tempo der KI-Neuausrichtung liefern sollte.

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