Synopsys geriet zu Wochenbeginn spürbar unter Druck. Juristische Störfeuer und Sorgen um die ambitionierte Bewertung verunsicherten kurzzeitig die Anleger. Doch während der Markt nervös reagierte, agierten große Adressen im Hintergrund antizyklisch. Bekannte Investoren wie Cathie Wood haben die jüngste Kursschwäche genutzt, um ihre Bestände bei dem Software-Spezialisten signifikant aufzustocken.

Institutionelle Anleger greifen zu

Trotz der jüngsten Kursverluste zeigen einflussreiche Marktteilnehmer Überzeugung hinsichtlich der langfristigen Strategie des Unternehmens. Daten zu Portfolioweränderungen vom 20. Januar belegen, dass ARK Invest die Position bei Synopsys aktiv ausgebaut hat. Die von Cathie Wood geführte Investmentgesellschaft fügte ihrem ARKQ ETF 6.608 Aktien hinzu, was einem Wert von rund 3,41 Millionen USD entspricht.

Dieses Vertrauen ist kein Einzelfall. Auch die Allstate Corp meldete einen frischen Zukauf von 6.831 Aktien im Wert von etwa 3,37 Millionen USD. Diese Kapitalflüsse deuten darauf hin, dass institutionelle Investoren das aktuelle Preisniveau als Einstiegschance werten. Im Fokus stehen dabei die strategische Expansion in das KI-gestützte Chipdesign und die Integration der Ansys-Übernahme.

Juristischer Gegenwind und Bewertungssorgen

Der Optimismus der Großinvestoren steht im Kontrast zur kurzfristigen Marktstimmung. Synopsys gehörte am Dienstag zu den schwächeren Werten im Nasdaq 100. Belastet wird der Kurs unter anderem durch eine neu angekündigte Untersuchung. Die Kanzlei Kuehn Law prüft derzeit mögliche Pflichtverletzungen der Führungsebene. Im Kern geht es um den Vorwurf, das Management habe nicht offengelegt, dass eine strategische Verlagerung hin zu KI-Kunden das Geschäftssegment "Design IP" negativ beeinflusst habe. Solche Untersuchungen sorgen oft für Unsicherheit, auch wenn sie am US-Markt keine Seltenheit sind.

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Zusätzlich rückt die Bewertung in den Blickpunkt. Mit einem aktuellen Kurs von 509,82 USD und einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 73 wird die Aktie mit einem Aufschlag gehandelt. Analysten weisen darauf hin, dass das Unternehmen die hohen Wachstumserwartungen erfüllen muss, um die Marktkapitalisierung von fast 99 Milliarden USD dauerhaft zu rechtfertigen.

Analysten bestätigen Kaufempfehlung

Ungeachtet der juristischen Nebengeräusche bleibt das Sentiment der Analysten konstruktiv. Rothschild & Co Redburn veröffentlichte am 20. Januar ein "Buy"-Rating für die Synopsys-Aktie. Dies deckt sich mit positiven Einschätzungen anderer Häuser wie Needham und Piper Sandler, deren Kursziele teils deutlich über der 500-USD-Marke liegen.

Auch operativ treibt das Unternehmen seine Pläne voran. Mit der Ankündigung der "Converge Conference" für den 11. und 12. März 2026 in Santa Clara bündelt Synopsys seine bisherigen Veranstaltungen. Dieser Schritt soll die Vision "Silicon-to-Systems" stärker in den Vordergrund rücken und könnte im Frühjahr neue Impulse liefern.

Der Markt sucht derzeit ein Gleichgewicht zwischen den technischen Belastungsfaktoren und den fundamentalen Kaufsignalen der Institutionellen. Während Privatanleger die Ergebnisse der rechtlichen Prüfung abwarten, haben Großinvestoren mit ihren Zukäufen bereits Fakten geschaffen und setzen klar auf eine Erholung des Chipdesign-Riesen.

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