Symrise Aktie: Analysten korrigieren
Der Duft- und Aromastoffhersteller gerät in den Sog einer schwachen Branchenstimmung. Nach umfangreichen Wertberichtigungen passen Analysten ihre Bewertungen an – während das Management mit einem Millionen-Rückkauf gegensteuert.
Die wichtigsten Fakten:
- DZ Bank senkt Kursziel auf 107 Euro, bestätigt aber "Kaufen"
- Barclays stuft auf "Equal Weight" herab
- Wertberichtigungen belasten: 150 Millionen Euro auf Swedencare-Beteiligung
- Aktienrückkauf über 400 Millionen Euro angekündigt
- Verkauf des Terpen-Geschäfts geplant
Belastungen drücken auf die Bewertung
Am Freitag reagierte die DZ Bank auf die strategischen Weichenstellungen vom 12. Januar. Die Analysten senkten ihr Kursziel auf 107 Euro, halten aber an ihrer Kaufempfehlung fest. Der Hintergrund: Symrise hatte Abschreibungen von rund 150 Millionen Euro auf die Beteiligung an Swedencare angekündigt. Weitere 145 Millionen Euro fließen in allgemeine Wertberichtigungen.
Hinzu kommt der geplante Verkauf des Terpen-Geschäfts. Die Maßnahme soll mittelfristig die Margenqualität verbessern, belastet kurzfristig aber die Bilanz. Parallel stufte Barclays die Aktie auf "Equal Weight" ein.
Branchenumfeld trübt Stimmung
Die Zurückhaltung der Anleger speist sich nicht allein aus hausgemachten Themen. Der gesamte Chemiesektor steht unter Druck. JPMorgan setzte am Wochenende den Spezialchemie-Konkurrenten Lanxess auf "Underweight" – Begründung: Überangebot in China und wachsende Konkurrenz. Die Lanxess-Aktie verlor daraufhin 3,86 Prozent.
Symrise ist als Hersteller von Duft- und Aromastoffen zwar defensiver aufgestellt als klassische Chemiezykliker. Der Sektorgegenwind macht aber auch vor den Holzmindenern nicht halt.
Rückkauf als Stabilisator
Das Management steuert aktiv gegen. Mit dem angekündigten Aktienrückkauf über bis zu 400 Millionen Euro setzt Symrise ein klares Signal. Die erwartete Dividendenrendite liegt bei 1,69 Prozent, das prognostizierte KGV für 2026 bei 18,56 – historisch betrachtet eine moderate Bewertung.
Entscheidend wird nun sein, ob die Portfolio-Bereinigung in den kommenden Quartalen erste positive Effekte auf die Profitabilität zeigt. Die Aktie muss zunächst eine Bodenbildung im Bereich von 73 Euro etablieren, um wieder nachhaltiges Momentum zu entwickeln.
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