Rekordabschluss und Kurssturz am selben Tag – das ist die widersprüchliche Lage, in der sich SUSS MicroTec heute Morgen befindet. Während das Unternehmen für 2025 erstmals die halbe Milliarde Umsatz knackte, schickt die Prognose für 2026 die Aktie in den freien Fall.

Rekordumsatz mit bitterem Nachgeschmack

Das vergangene Geschäftsjahr lief glänzend: Der Konzernumsatz kletterte um 12,6 Prozent auf 503,2 Millionen Euro – ein neuer Höchstwert in der Unternehmensgeschichte. Beide Geschäftsbereiche trugen mit zweistelligen Wachstumsraten dazu bei. Die EBIT-Marge landete bei 13,1 Prozent, womit das Unternehmen die eigene Prognose sogar im oberen Bereich erfüllte.

Doch hinter den Glanzwerten lauern bereits erste Risse. Die Bruttomarge fiel von 39,6 auf 35,7 Prozent, belastet durch einen ungünstigen Produktmix, Anlaufkosten am neuen Taiwan-Standort und Abschreibungen auf Vorräte eines eingestellten Entwicklungsprojekts. Auch der Auftragseingang für das Gesamtjahr 2025 blieb mit 354,3 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 423,7 Millionen Euro – vor allem wegen schwächerer Nachfrage aus China.

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2026: Weniger Umsatz, weniger Marge

Genau hier liegt der eigentliche Stimmungskiller für Anleger. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 425 und 485 Millionen Euro – das wäre im Mittel ein Rückgang von fast zehn Prozent. Schwerer noch wiegt die Margenprognose: Die EBIT-Marge soll auf 8 bis 10 Prozent sinken. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 11,6 Prozent gerechnet. Die Lücke zwischen Erwartung und Realität ist schmerzhaft spürbar.

Als Haupttreiber nennt das Unternehmen das sinkende Umsatzvolumen bei gleichzeitig steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Man investiere gezielt in neue Produkteinführungen, die das Wachstum der kommenden Jahre sichern sollen. Das klingt nach solider Strategie – ist für das laufende Jahr jedoch ein Ergebnisbelastung, die der Markt nicht goutiert.

Kursverlust schon seit Freitag

Die Reaktion an der Börse fiel entsprechend deutlich aus. Bereits am Freitag hatten die Papiere rund acht Prozent eingebüßt. Heute droht im frühen Handel ein weiterer Abschlag von rund zehn Prozent, womit die Aktie unter die Marke von 47 Euro rutscht – ein Niveau, das zuletzt Mitte Februar zu sehen war. Das Hoch aus Mitte März liegt damit in weiter Ferne.

Immerhin: Das Unternehmen blickt langfristig optimistisch. Bis 2030 soll der Umsatz auf 750 bis 900 Millionen Euro wachsen, die EBIT-Marge auf 20 bis 22 Prozent steigen. Ob dieser Ausblick die aktuellen Verkäufer besänftigt, darf bezweifelt werden – 2026 bleibt erst einmal ein hartes Jahr für die Aktionäre.

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