Coinbase hat sich viel vorgenommen: Expansion in dezentrale Infrastruktur, Prediction Markets, Stablecoin-Integration. Das klingt nach Aufbruch — doch die jüngsten Quartalszahlen und eine weitere Kurszielanpassung durch Robert W. Baird zeichnen ein nüchterneres Bild.

Enttäuschende Zahlen als Belastung

Im vierten Quartal 2025 verfehlte Coinbase die Erwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,66 Dollar, Analysten hatten im Schnitt 1,05 Dollar erwartet. Der Umsatz von 1,78 Milliarden Dollar bedeutete zugleich einen Rückgang von 21,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Robert W. Baird reagierte darauf mit einer Senkung des Kursziels von 215 auf 200 Dollar — bei weiterhin neutralem Rating. Bemerkenswert: Erst Mitte März hatte Baird das Ziel noch von 165 auf 215 Dollar angehoben. Die Kehrtwende innerhalb weniger Wochen verdeutlicht, wie schnell sich die Stimmung gegenüber dem Unternehmen verändert.

Bernstein bleibt zwar bei "Outperform", senkte das Kursziel jedoch ebenfalls — von 440 auf 330 Dollar. Über alle Analysten hinweg liegt das durchschnittliche Kursziel bei 314,94 Dollar, gestützt von 19 Kaufempfehlungen gegenüber 11 neutralen und 3 negativen Einschätzungen.

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Expansion mit Gegenwind

Coinbase setzt strategisch auf mehrere Wachstumsfelder. Das Base-Layer-2-Netzwerk soll 2026 tokenisierte Märkte und verbesserte Entwickler-Tools erhalten. Im Bereich Prediction Markets hat das Unternehmen über eine Partnerschaft mit der CFTC-regulierten Plattform Kalshi entsprechende Dienste gestartet — und klagt gleichzeitig gegen Connecticut, Michigan und Illinois. Die drei Bundesstaaten blockieren nach Ansicht von Coinbase Angebote, die unter föderaler Aufsicht der CFTC rechtmäßig sind. Das angestrebte Handelsvolumen in diesem Segment: eine Milliarde Dollar.

Parallel dazu haben Insiderverkäufe Aufmerksamkeit erregt. CEO Brian Armstrong veräußerte Anfang 2026 rund 40.000 Aktien für knapp zehn Millionen Dollar. Insgesamt haben Insider in den vergangenen drei Monaten netto Anteile im Wert von etwa 73,9 Millionen Dollar abgestoßen.

Underperformer in einem starken Markt

Der heutige Handelstag macht den Kontrast besonders deutlich: Nasdaq und S&P 500 legten kräftig zu — Coinbase hingegen notiert seit Jahresbeginn rund 26 Prozent im Minus, während der breitere Sektor "Financial Data & Stock Exchanges" im gleichen Zeitraum rund zehn Prozent zulegte. Bitcoin handelt aktuell bei etwa 68.800 Dollar, leicht erholt, aber ohne den Schwung, den Coinbase für eine nachhaltige Kurserholung bräuchte.

Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 werden zeigen, ob die Expansion in neue Geschäftsfelder beginnt, den Rückgang bei den Transaktionserlösen zu kompensieren.

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