Strategy (MSTR) erreicht einen entscheidenden Punkt in seiner Finanzstruktur: Erstmals übersteigt das Volumen der ewigen Vorzugsaktien die ausstehenden Wandelanleihen. Parallel dazu sorgt Executive Chairman Michael Saylor für Aufsehen, indem er mit seinen gewohnten Mustern bricht und mitten in der Woche weitere Bitcoin-Käufe andeutet. Diese Kombination aus Bilanzumbau und aggressiver Einkaufspolitik wirft ein neues Licht auf die langfristige Ausrichtung des Unternehmens.

Fundamentaländerung der Kapitalstruktur

Am Donnerstag, den 22. Januar 2026, vollzog das Unternehmen einen signifikanten Wandel. Der Nominalwert des ewigen Vorzugskapitals kletterte laut Unternehmens-Dashboard auf 8,36 Milliarden Dollar und überholte damit die 8,2 Milliarden Dollar an ausstehenden Wandelanleihen.

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Dieser Schritt reduziert das Refinanzierungsrisiko erheblich. Durch die Verlagerung von laufzeitgebundenen Anleihen hin zu ewigem Vorzugskapital verringert Strategy die Abhängigkeit von Fälligkeitsdaten. Dylan LeClair, Strategiechef bei Metaplanet, weist darauf hin, dass das Fehlen von Wandelanleihen, die im Rang über den Vorzugsaktien stehen, nicht nur die absoluten Kreditaufschläge verbessern, sondern auch deren Volatilität dämpfen sollte.

Das Portfolio der Vorzugsinstrumente umfasst nun vier Tranchen mit einem kombinierten jährlichen Dividendenvolumen von rund 876 Millionen Dollar. Eine Barreserve von 2,25 Milliarden Dollar sichert diese Zahlungen vorerst ab.

Saylor ändert seinen Rhythmus

Während die Passivseite der Bilanz stabilisiert wird, drückt Michael Saylor auf der Aktivseite weiter aufs Gaspedal. Sein Post am Donnerstagmorgen – „Thinking about buying more bitcoin“ – ist ungewöhnlich, da er solche Ankündigungen normalerweise für das Wochenende aufhebt, gefolgt von Vollzugsmeldungen am Montag.

Das Timing legt nahe, dass Strategy das Kauftempo erhöhen könnte. Allein in den letzten zwei Wochen erwarb das Unternehmen Bitcoin im Wert von rund 3,4 Milliarden Dollar. Der Gesamtbestand belief sich zum 19. Januar auf fast 710.000 BTC.

Massive Verwässerung als Preis

Finanziert wird dieser Expansionskurs primär durch die Ausgabe neuer Aktien („At-the-Market“-Angebote). Dies hat die Aktienstruktur drastisch verändert: Die Zahl der ausstehenden Anteile der Klasse A ist seit 2020 von 76 Millionen auf über 310 Millionen gestiegen.

Diese Verwässerung drückt auf den Kurs. Aktuell notiert die Aktie bei rund 136,80 Euro und damit gut 65 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Markt preist hierbei auch die im vierten Quartal 2025 verbuchten unrealisierten Verluste auf digitale Assets ein. Allerdings könnte die breitere Aktienbasis künftigen Druck mindern, falls verbliebene Wandelanleihen tatsächlich in Eigenkapital getauscht werden.

Ausblick

Analysten bewerten die Lage unterschiedlich, bleiben aber mehrheitlich optimistisch mit Kurszielen zwischen 325 und 440 Dollar. Der nächste konkrete Impuls wird von den Quartalszahlen erwartet, die Anfang Februar veröffentlicht werden. Dann wird sich zeigen, wie stark die Zinslast der neuen Vorzugsaktien im Verhältnis zu den operativen Erträgen und der Bitcoin-Performance wiegt.

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