Strategy Aktie: Ungewohnte Funkstille
Dreizehn Wochen lang konnten sich Anleger auf ein festes Ritual verlassen: Ein oranger Punkt auf Social Media kündigte den nächsten Bitcoin-Kauf von Strategy an. An diesem Wochenende blieb das Signal von Chairman Michael Saylor aus. Stattdessen rückt plötzlich eine andere Anlageklasse in den Fokus des Unternehmens, was am Markt aufmerksame Blicke auf sich zieht.
Seit Ende Dezember hatte das Softwareunternehmen in einer beispiellosen Serie wöchentlich zugeschlagen und dabei über 90.000 Bitcoin erworben. Mit einem Gesamtbestand von mittlerweile 762.099 Token zu einem Durchschnittspreis von rund 75.694 US-Dollar ist die Fallhöhe bei Strategieänderungen entsprechend groß. Dass Saylor nun anstelle des gewohnten Kaufsignals die Vorzugsaktien des Unternehmens (STRC) bewarb, werten Marktbeobachter als bewusste Lenkung der Aufmerksamkeit.
Fokus auf Vorzugsaktien
Die zeitliche Überschneidung ist kaum ein Zufall. Erst kürzlich legte Strategy ein gewaltiges Kapitalmarktprogramm über 42 Milliarden US-Dollar auf, das zur Hälfte aus Stamm- und Vorzugsaktien besteht. CEO Phong Le hatte bereits im Februar angekündigt, künftige Krypto-Käufe primär über diese Vorzugspapiere finanzieren zu wollen. Die aktuelle Kommunikationspause könnte also schlicht ein taktisches Manöver sein, um das neue Finanzierungsmodell prominenter zu platzieren.
Insiderverkäufe ordnungsgemäß abgewickelt
Parallel zur ausbleibenden Kaufmeldung registrierten Anleger eine Reihe von Insiderverkäufen. So trennten sich unter anderem CEO Phong Le und CFO Andrew Kang in den vergangenen Tagen von Anteilsscheinen. Ein genauer Blick auf die SEC-Meldungen relativiert die Situation schnell: Die Transaktionen dienten primär der Deckung von Steuerverbindlichkeiten aus fälligen Aktienoptionen und liefen über vorab festgelegte Handelspläne. Ein fundamentaler Stimmungsumschwung im Management lässt sich daraus nicht ableiten, auch wenn auf Dreimonatssicht ein Nettoverkauf von gut 5.400 Aktien der Führungsetage zu Buche steht.
Ob die wöchentliche Einkaufstour tatsächlich gestoppt wurde, klärt sich noch am heutigen Montag. Die anstehende 8-K-Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht wird endgültig zeigen, ob Strategy pausiert oder lediglich die Kommunikation umgestellt hat. Bis dahin bleibt das Papier leicht unter Druck: Nach einem Rückgang von rund acht Prozent auf Wochensicht ging die Aktie am Freitag bei 109,45 Euro aus dem Handel.
Strategy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Strategy-Analyse vom 30. März liefert die Antwort:
Die neusten Strategy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Strategy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Strategy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








