Strategy Aktie: Absturz verschärft sich
Strategy hat am Donnerstag einen weiteren Tiefschlag einstecken müssen. Der Kurs brach um 10 Prozent ein und liegt nun bei rund 143 Dollar – etwa 66 Prozent unter dem Allzeithoch. Was als clevere Bitcoin-Wette begann, entpuppt sich zunehmend als Hochrisiko-Spiel mit Folgen.
Bitcoin-Crash trifft gehebelte Wette
Der Grund für den Absturz liegt auf der Hand: Bitcoin ist von seinem Oktober-Hoch bei über 126.000 Dollar auf etwa 82.000 Dollar abgestürzt. Weil Strategy aber nicht einfach nur Bitcoin hält, sondern sich über Schulden und Aktienemissionen massiv gehebelt hat, wirkt jede Bewegung der Kryptowährung wie unter dem Brennglas.
Das Unternehmen besitzt mittlerweile rund 712.647 BTC im Wert von etwa 60 Milliarden Dollar – mehr als 3,4 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots. Allein im vierten Quartal 2025 musste Strategy einen nicht realisierten Verlust von 17,44 Milliarden Dollar ausweisen, nachdem Bitcoin in diesem Zeitraum um 25 Prozent fiel.
Marktkapitalisierung unter Vermögenswert
Ein bemerkenswertes Detail: Strategy wird aktuell mit etwa 46 Milliarden Dollar bewertet – und liegt damit unter dem Wert der eigenen Bitcoin-Bestände. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt bei 0,7. Früher zahlten Anleger Aufschläge von 200 bis 300 Prozent, weil Strategy den einzigen Weg bot, gehebelt in Bitcoin zu investieren. Seit der Einführung von Bitcoin-Spot-ETFs 2024 ist dieser Vorteil Geschichte.
Trotz der Verluste kauft CEO Michael Saylor weiter zu. Zwischen dem 12. und 19. Januar erwarb das Unternehmen Bitcoin im Wert von 2,13 Milliarden Dollar – finanziert über neue Aktienemissionen.
Schulden und Index-Risiko
Die Kapitalstruktur gerät unter Druck. Strategy muss jährlich 689 Millionen Dollar an Zinsen und Dividenden zahlen. Im Dezember 2025 legte das Management eine Barreserve von 2,19 Milliarden Dollar an – genug für etwa 21 Monate. Das alte Software-Geschäft bringt mit 128,69 Millionen Dollar Quartalsumsatz nicht annähernd genug ein, um diese Verpflichtungen ohne frisches Kapital zu bedienen.
Anfang Januar entging Strategy knapp dem Rauswurf aus dem MSCI-Index. Der Indexanbieter hatte erwogen, Unternehmen mit über 50 Prozent digitalen Assets auszuschließen. JPMorgan schätzte mögliche Kapitalabflüsse auf 8,8 Milliarden Dollar. MSCI verschob die Entscheidung, behält sich aber weitere Prüfungen vor.
Quartalszahlen am 5. Februar
Am 5. Februar 2026 legt Strategy die vollständigen Q4-Zahlen vor. Die Aktie bleibt eng an Bitcoin gekoppelt – mit Hebel nach unten wie nach oben. Analysten sehen im Schnitt noch Potenzial bis 475 Dollar, doch das setzt eine deutliche Bitcoin-Erholung voraus.
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