Stellantis Aktie: Tiefgreifender Umbau
Stellantis kämpft nach einem Rekordverlust von 22,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 um den Neustart. Der Konzern stellt tausende Ingenieure ein, überarbeitet sein Produktportfolio und bereitet eine Hauptversammlung mit Personalveränderungen vor. Der Kurs notiert auf einem 52-Wochen-Tief – ein Zeichen dafür, dass die Märkte den Worten noch keine Taten folgen sehen.
Der Verlust und seine Ursachen
Der Rekordverlust von 22,3 Milliarden Euro erklärt sich vor allem durch Wertberichtigungen in Höhe von 25,4 Milliarden Euro. Diese entstanden durch die Abkehr von einer aggressiven Elektrostrategie: Stellantis verabschiedet sich vom reinen E-Auto-Kurs und setzt künftig gleichwertig auf Verbrenner, Hybride und Elektrofahrzeuge.
Hinzu kamen Restrukturierungskosten in Europa sowie Anpassungen bei Garantierückstellungen. Das operative Ergebnis lag bei minus 842 Millionen Euro, der industrielle Free Cashflow bei minus 4,5 Milliarden Euro. Die Dividende für 2026 wurde gestrichen. Zur Stärkung der Bilanz hat der Vorstand die Ausgabe von bis zu fünf Milliarden Euro in nachrangigen Hybridanleihen genehmigt.
Ein kleiner Lichtblick: Im zweiten Halbjahr 2025 legte der Umsatz um zehn Prozent zu, die Auslieferungen stiegen um elf Prozent.
Qualitätsoffensive und Produktneuheiten
Stellantis reagiert auf Zuverlässigkeitsprobleme, die Händler teilweise auf frühere Kostensenkungen zurückführen, mit einer gezielten Personaloffensive: Mehr als 2.000 Ingenieure wurden neu eingestellt. CEO Antonio Filosa bezeichnete den Schritt als „Deep Reset". Dass der Chief Quality Officer nun dem strategischen Führungsteam angehört, unterstreicht den Stellenwert des Themas.
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Auf der Produktseite kehrt der 5,7-Liter-Hemi-V8 in den Ram 1500 zurück – ein Modell, das trotz geringerer Leistung und höherem Verbrauch auf starkes Käuferinteresse stößt. Für den US-Markt hat sich Stellantis vorgenommen, den Einzelhandelsabsatz 2026 um 25 Prozent zu steigern. Rund 100.000 zusätzliche Ram-1500-Einheiten mit Hemi-Motor sollen dazu beitragen.
Ab Sommer 2026 startet zudem die Produktion des kompakten Elektro-SUV Leapmotor B10 im spanischen Zaragoza. Und Chrysler öffnete bereits am 9. März die Bestellbücher für den überarbeiteten Pacifica 2027 – ab 41.495 US-Dollar in der Basisversion.
Hauptversammlung und Investor Day als nächste Wegmarken
Am 14. April 2026 findet in Amsterdam die Hauptversammlung statt. Die Amtszeiten von John Elkann, Robert Peugeot und Henri de Castries laufen dort aus. Elkann und Peugeot sollen auf Vorschlag von Exor N.V. wiedergewählt werden. Neu in den Aufsichtsrat soll Juergen Esser einziehen.
Den eigentlichen Test für die Glaubwürdigkeit des Turnarounds liefert jedoch der Investor Day am 21. Mai 2026. Dort will Stellantis seine langfristige Strategie vorstellen. Bis dahin entscheidet die operative Umsetzung – bei Qualität, Volumen und Kostendisziplin –, ob der Markt dem Konzern wieder Vertrauen schenkt. Für 2026 erwartet Stellantis ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich; die Rückkehr zu positivem Free Cashflow ist erst für 2027 geplant.
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