Stadler Rail meldet zum Wochenbeginn einen weiteren Auftrag aus den Niederlanden. Arriva Nederland bestellt zusätzliche Elektrotriebzüge des Typs FLIRT und setzt damit eine langjährige Zusammenarbeit fort. Für die Aktie bedeutet der Folgeauftrag leichte Kursunterstützung und zusätzliche Visibilität im Auftragsbuch.

Die Fakten im Überblick

  • Neuer Vertrag mit Arriva Nederland über fünf elektrische FLIRT-Triebzüge
  • Einsatz auf den „Vechtdallijnen“ in Overijssel und Drenthe ab Dezember 2028
  • Ersatz von Dieseltriebwagen durch emissionsfreie Elektrozüge
  • Tagesplus der Aktie am Montag um 0,72 % auf 23,66 Euro
  • Jahresperformance aktuell rund +10 %, Marktkapitalisierung ca. 2,37 Mrd. Euro

Auftrag im Detail

Am Montag hat Stadler mit Arriva Nederland einen Vertrag über fünf vierteilige Elektrotriebzüge der FLIRT-Plattform unterzeichnet. Die Fahrzeuge sind für das „Vechtdallijnen“-Netz vorgesehen, konkret für die Strecken Zwolle–Emmen und Almelo–Hardenberg.

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Die Züge zielen auf hohe Kapazität und Komfort:

  • Kapazität von 457 Fahrgästen pro Einheit, davon 248 Sitzplätze
  • Zwölf Sitzplätze entfallen auf die erste Klasse
  • Multifunktionsbereiche für Rollstühle und Fahrräder
  • Barrierefreie Toiletten, Ruhezonen, Steckdosen und Echtzeit-Fahrgastinformation
  • Auslieferung im regionalen „RRReis“-Design in Lila, Blau und Grün

Hintergrund ist die geplante Elektrifizierung der Strecke Almelo–Mariënberg. Das Infrastrukturprojekt mit einem Volumen von 75 Millionen Euro soll bis 2028 abgeschlossen sein. Die neuen FLIRT-Züge ersetzen dort Dieseltriebwagen des Typs Alstom Lint 41 und ermöglichen einen emissionsfreien Betrieb. Der Fahrgasteinsatz ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2028 im Rahmen eines neuen, 15-jährigen Verkehrsvertrags vorgesehen.

Bedeutung für Stadler und Marktumfeld

Auch wenn fünf Züge im Vergleich zu Großaufträgen überschaubar wirken, ist der Auftrag strategisch relevant. Arriva Nederland betreibt bereits 165 Fahrzeuge von Stadler und gilt damit als wichtiger Bestandskunde.

Die Partnerschaft besteht seit 2006 und umfasst unter anderem:

  • 122 GTW-Züge
  • 18 WINK-Züge
  • 34 FLIRT-Einheiten für die Region Limburg

Der aktuelle Vertrag unterstreicht, dass Stadler bestehende Kundenbeziehungen über lange Zeiträume wirtschaftlich nutzen kann und technologisch auf Veränderungen wie die Elektrifizierung von Nebenstrecken reagiert. Im globalen Markt für Bahnsysteme, der laut Prognosen bis 2036 auf rund 50 Milliarden US-Dollar (CAGR 4,4 %) wachsen soll, zählt das Unternehmen neben Siemens Mobility und Alstom zu den zentralen Anbietern.

Kursbild und Ausblick

Die Meldung sorgte zum Wochenstart für eine freundliche Reaktion am Markt: Die Aktie legte am Montag um 0,72 % auf 23,66 Euro zu und liegt auf Jahressicht rund 10 % im Plus. Damit spiegelt der Kurs eine solide Entwicklung und eine gewisse Stabilisierung wider.

Operativ liefert der Auftrag zusätzliche Planungssicherheit über mehrere Jahre, da Produktion, Auslieferung und Inbetriebnahme bis Ende 2028 gestreckt sind. Kurzfristig bleibt die Aktie durch die robuste Auftragslage und die positive Jahresperformance unterstützt, während die weitere Entwicklung vor allem von kommenden Konjunkturdaten und der allgemeinen Sektorbewertung abhängen dürfte.

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