Stadler Rail Aktie: Aufträge satt, Börse skeptisch
Stadler Rail meldet Auftragsrekorde und volle Auftragsbücher – trotzdem bleibt die Aktie unter Druck. Während Großaufträge im Milliardenwert die operative Zukunft absichern, tritt die Börse auf die Bremse. Warum belohnen Anleger die vollen Orderbücher nicht?
Die wichtigsten Fakten
- Aktueller Kurs: 21,30 CHF (leicht im Plus)
- Entwicklung seit Jahresbeginn: -18,4%
- Neue Großaufträge: 226 Züge für Kopenhagen (mit Siemens), 93 Modernisierungen für Thurbo
- Kernproblem: Operative Stärke schlägt sich nicht im Kurs nieder
Auftragsboom ohne Börseneuphorie
Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Zuletzt sicherte sich Stadler Rail gemeinsam mit Siemens Mobility einen Milliardenauftrag über 226 vollautomatische Züge für die Dänischen Staatsbahnen in Kopenhagen. Hinzu kommt ein umfangreiches Modernisierungsprojekt von 93 Gelenktriebwagen für den Schweizer Regionalbahnbetreiber Thurbo, die anschließend nach Ungarn verkauft werden.
Diese Projekte sichern die Auslastung für Jahre. Dennoch reagiert der Markt verhalten. Die Aktie notiert deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 22,04 CHF und hat seit Jahresbeginn über 18 Prozent an Wert verloren.
Die Profitabilitätsfrage bleibt offen
Anleger fokussieren sich weniger auf das reine Auftragsvolumen als vielmehr auf die entscheidende Frage: Kann Stadler Rail die hohe Auslastung in steigende Gewinnmargen umwandeln? In der Vergangenheit gelang dies nicht immer überzeugend. Hohe Auftragseingänge allein garantieren keine Profitabilität – besonders bei komplexen Großprojekten mit langen Laufzeiten.
Diese Skepsis erklärt die gedämpfte Kursentwicklung trotz operativer Erfolge. Der Markt wartet offenbar auf belastbare Signale, dass sich die vollen Auftragsbücher auch in entsprechenden Margen niederschlagen.
Technischer Ausblick: 20-Franken-Marke als Lackmustest
Charttechnisch nähert sich die Aktie der psychologisch wichtigen Schwelle von 20 CHF. Ein nachhaltiges Überschreiten dieser Marke könnte erste Kaufsignale senden und eine Bodenbildung einleiten. Mit einem RSI von 36,9 bewegt sich der Titel im unteren neutralen Bereich – weder überverkauft noch im Aufwärtstrend.
Solange die 20-Franken-Marke nicht überwunden wird, bleibt die Aktie im Spannungsfeld zwischen operativer Stärke und Börsenrealität gefangen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die fundamentale Substanz ausreicht, um die technischen Widerstände zu durchbrechen.
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