Solana: Neue Impulse
Bei Solana laufen diese Woche gleich mehrere Stränge zusammen: technische Infrastruktur, spekulative Marktdynamik und überraschend konstante ETF-Zuflüsse. Das Bild ist damit alles andere als eindimensional. Was davon ist kurzfristiger Lärm – und was könnte die Basis für mehr Stabilität im Netzwerk sein?
DoubleZero will Validatoren breiter verteilen
Der Infrastruktur-Anbieter DoubleZero kündigte am 26. Februar den Start von „Phase II“ seines Delegation-Programms für den 9. März an. Ziel: die geografische Verteilung der Validatoren zu entzerren. Konkret sollen 2,4 Millionen SOL aus einem 13-Millionen-SOL-Delegationspool in bislang unterrepräsentierte Regionen umgeleitet werden – genannt werden São Paulo, Singapur, Hongkong und Tokio. Pro Region sind bis zu 600.000 SOL an zusätzlichen Stake-Anreizen vorgesehen.
Hintergrund ist eine wachsende Konzentration gestakter SOL in zentraleuropäischen Rechenzentren. Diese Ballung gilt als „Altlast“ aus frühen Solana-Jahren, als günstiges Bare-Metal-Hosting in der Region besonders attraktiv war. DoubleZero, das 2025 laut Bericht 28 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 400 Millionen US-Dollar eingesammelt hatte, betreibt zudem ein privates Glasfasernetz, das die Latenz zwischen Validatoren reduzieren soll.
Multicast-Technik: Weniger Datenmüll, mehr Fairness
Parallel zur geografischen Ausweitung führt DoubleZero Multicast-Funktionalität ein – eine Methode zur Datenverteilung, die aus dem traditionellen Finanzhandel bekannt ist. Statt Datenströme an jeden Validator einzeln zu senden, wird ein Signal einmal übertragen und erst netznah vervielfältigt.
Laut Bericht soll das Bandbreitenkosten senken, die Gleichbehandlung bei der Datenzustellung verbessern und Solanas Infrastruktur stärker an klassische Börsensysteme annähern. DoubleZero zufolge sind bereits 22% der gestakten SOL im Mainnet an Bord.
Rally mit Short-Liquidationen – und ETF-Zuflüsse gegen den Trend
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Solana?
Marktseitig war SOL Teil einer kräftigen Altcoin-Erholung am 25. und 26. Februar. In der Breite wurden dabei laut Bericht Short-Positionen im Wert von über 400 Millionen US-Dollar liquidiert – Solana machte davon rund 22 Millionen US-Dollar aus. Solche Zwangseindeckungen wirken oft wie zusätzlicher Treibstoff, weil sie Kaufdruck erzeugen, der nicht aus „Überzeugung“, sondern aus Risikomanagement entsteht.
Auffällig ist zudem die Entwicklung bei Solana-ETFs: Seit dem 10. Februar verzeichnen sie laut den zitierten Daten fortlaufend Mittelzuflüsse und hatten im Februar nur drei Tage mit Abflüssen. In Summe kamen demnach 30,33 Millionen US-Dollar hinzu. Bitcoin- und Ethereum-ETFs liefen im selben Zeitraum in die andere Richtung: Für Februar werden Nettoabflüsse von 939,94 Millionen US-Dollar (Bitcoin) und 490,58 Millionen US-Dollar (Ethereum) genannt. Das deutet zumindest auf eine selektivere Nachfrage hin – auch wenn die absoluten Beträge bei Solana deutlich kleiner bleiben.
Zum Kursbild passt der Kontrast: Trotz des heutigen Plus von 6,75% steht SOL auf 30-Tage-Sicht mit -31,97% klar unter Druck.
Step Finance-Aus: Erinnerung an die Risiken im Ökosystem
Nicht jede Nachricht aus dem Umfeld war positiv. Step Finance, ein DeFi-Portfolio-Tracker im Solana-Ökosystem, stellte den Betrieb am 24. Februar nach einem Hack im Januar (Schaden: 27 Millionen US-Dollar) mit sofortiger Wirkung ein. Der STEP-Token verlor laut Bericht nach dem Vorfall fast 96% an Wert. Auch die verbundenen Projekte SolanaFloor sowie die Tokenisierungsplattform Remora Markets sollen schließen.
Im Blick nach vorn sind zwei Termine entscheidend: Am 9. März startet DoubleZero „Phase II“ mit der Umverteilung der Delegationen, und die Entwicklung der ETF-Zuflüsse seit dem 10. Februar bleibt ein Gradmesser, ob die Nachfrage über den kurzfristigen Bounce hinaus trägt. Gleichzeitig zeigt die Schließung von Step Finance, wie schnell einzelne Bausteine im Ökosystem ausfallen können, selbst wenn die Basistechnik Fortschritte macht.
Solana: Kaufen oder verkaufen?! Neue Solana-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Solana-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Solana-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Solana: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








