Solana: Netzwerk zieht an
Solana startet mit neuer Energie ins Jahr 2026. Nach einem durchwachsenen Vorjahr rückt weniger der Kurs, sondern vor allem die Nutzung der Blockchain in den Vordergrund. Steigende Aktivität im Netzwerk, technische Verbesserungen und ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend nähren die Hoffnung auf eine nachhaltigere Erholung als bloße Spekulation.
Netzwerkaktivität legt kräftig zu
On-Chain-Daten zeigen Mitte Januar eine deutlich höhere Nutzung der Solana-Blockchain. Laut Nansen wurden wöchentlich rund 27,1 Millionen aktive Adressen gezählt – ein Plus von 56 % gegenüber der Vorwoche. Insgesamt liefen 515 Millionen Transaktionen pro Woche über das Netzwerk, zudem entstanden an einem einzigen Tag mehr als 8 Millionen neue Adressen.
Damit positioniert sich Solana bei der realen Nutzung weit vorne und übertrifft konkurrierende Netzwerke wie BNB Chain und Tron bei aktiven Adressen und Transaktionsvolumen. Diese starke On-Chain-Aktivität liefert ein fundamentales Gegengewicht zu den Kursverlusten des vergangenen Jahres und stützt die aktuelle Erholung.
Erholung nach schwachem Jahr
2025 war für Solana enttäuschend: Vom Allzeithoch bei 294 US‑Dollar im Januar 2025 fiel der Coin im Jahresverlauf um rund 44 %. Ende Dezember markierte SOL Tiefstände um 119 bis 120 US‑Dollar, bevor zum Jahreswechsel eine Gegenbewegung einsetzte.
Aus technischer Sicht hat Solana inzwischen einen mehrmonatigen Abwärtstrend nach oben verlassen. Käufer verteidigten die Unterstützung um 119,8 US‑Dollar und konnten den Kurs anschließend über eine fallende Widerstandslinie nahe 147 US‑Dollar schieben, die zuvor Anstiege mehrfach begrenzt hatte. Damit hat sich die Marktstruktur spürbar aufgehellt, auch wenn der Coin mit aktuell 133,63 US‑Dollar noch deutlich – rund 43 % – unter seinem 52‑Wochen-Hoch notiert.
DeFi, Meme-Coins und Stablecoins
Auch auf Ökosystem-Ebene gibt es Rückenwind. Laut einer Studie von 21Shares erwirtschaftete das Solana-Ökosystem in den zwölf Monaten bis September 2025 nahezu 3 Milliarden US‑Dollar an Protokollumsätzen. Damit unterscheidet sich das Netzwerk klar von Blockchains, die zwar hohe Bewertungen, aber kaum Aktivität aufweisen.
Einige Kernpunkte:
- Rund 50 % des dezentralen Handelsvolumens (DEX) auf Solana in der Mitte Januar betrachteten Woche entfielen auf Meme-Coins.
- Bei Stablecoins verzeichneten Solana und Tron deutliche Zuflüsse, während Ethereum im gleichen Zeitraum Nettoabflüsse hinnehmen musste.
- Das Unternehmen Forward Industries legte Solana-Bestände und Staking-Erträge offen – ein Hinweis darauf, dass der Coin zunehmend in Firmenkassen und strukturierten Produkten auftaucht.
Ein großes Protokoll-Upgrade Ende 2025 beschleunigte Transaktionen weiter und schärfte das Profil von Solana als schnelle, kostengünstige Blockchain. Mit Firedancer steht zudem ein weiterer wichtiger Schritt an: Das Upgrade soll die mögliche Transaktionskapazität perspektivisch auf bis zu 1 Million Transaktionen pro Sekunde erhöhen und zielt damit direkt auf die langfristige Skalierbarkeit.
Technisches Bild und Derivatemarkt
Charttechnisch hat Solana erstmals seit Monaten den Widerstand bei rund 146,93 US‑Dollar überwunden. Damit rücken mehrere Marken in den Fokus:
- Unterstützungen:
- 135,5 US‑Dollar als zentrale Zone für einen bullischen Fortgang
- 132 US‑Dollar als 50‑Tage‑Durchschnitt
-
119,8 US‑Dollar als Tief von Dezember 2025
-
Widerstände:
- 147–150 US‑Dollar als wichtiger Drehbereich
- 155,82 US‑Dollar (Tief von August 2025)
- 172,72 US‑Dollar als 200‑Tage‑Durchschnitt
- 200 US‑Dollar als psychologische Marke
Der Blick auf den Derivatemarkt unterstreicht den Stimmungswechsel. Daten von Binance zeigen, dass Top-Trader-Konten zu rund 76 % auf der Long-Seite positioniert sind, bei einem Long/Short-Verhältnis von 3,17. Das deutet auf wachsenden Optimismus hin, ohne dass die Positionierung bereits extrem einseitig wäre. Eine Liquidationsanalyse von Hyperliquid weist zudem dichte Short-Liquidität oberhalb des aktuellen Preisniveaus aus – insbesondere im Bereich um 153, 201 und darüber hinaus Richtung 300 US‑Dollar. Steigt der Kurs in diese Zonen, könnten Short-Eindeckungen zusätzlichen Auftrieb liefern.
Ausblick: Recovery mit Fundament
Solana startet nach einem schwierigen Jahr 2025 mit gemischter Bilanz in 2026: Auf der einen Seite stehen verfehlte Hoffnungen auf deutlich höhere Kurse und Kritik rund um spekulative Meme-Coins, auf der anderen Seite aber deutlich gestiegene Nutzung, hohe Protokollumsätze und eine Pipeline technologischer Upgrades.
Für eine Fortsetzung der Erholung spricht die Kombination aus rasant wachsender Netzwerkaktivität, dem Bruch des mittelfristigen Abwärtstrends und zunehmendem institutionellen Interesse, etwa durch Solana-bezogene ETF-Überlegungen und treasurynahe Engagements. Entscheidend werden in den nächsten Wochen drei Faktoren sein: Die Haltefähigkeit der Unterstützungszone um 135,5 US‑Dollar, die weitere Entwicklung der On-Chain-Kennzahlen und das Umfeld am breiten Kryptomarkt. Kann Solana hier positiv liefern, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Coin schrittweise wieder deutlich höhere Kursregionen ins Visier nimmt.
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