Solana: Druck trifft Käufer
Solana steckt gerade zwischen zwei Kräften fest: Auf der einen Seite drücken makroökonomische Gegenwinde und schwächere On-Chain-Daten auf die Stimmung. Auf der anderen Seite zeigen institutionelle Flüsse, dass große Adressen den Rücksetzer nicht komplett meiden. Wie passt das zusammen?
Technischer Gegenwind und mehr verfügbare Coins
Charttechnisch hat SOL zuletzt einen wichtigen Bereich nicht zurückerobern können: Der Widerstand um 89 US-Dollar hielt stand, danach lief der Kurs zurück in Richtung der psychologisch und technisch relevanten Zone um 80 US-Dollar. Auf Wochenbasis achten Marktbeobachter zudem auf eine mögliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Sollte Solana klar unter 80 US-Dollar schließen, sehen technische Projektionen Raum für weitere Abgaben in Richtung 50 bis 57 US-Dollar.
Zusätzlich kommt ein Angebotsfaktor ins Spiel: Laut den Daten wurden rund 10,18 Millionen SOL (etwa 870 Millionen US-Dollar) aus Liquid-Staking-Protokollen abgezogen. Damit steigt die kurzfristig „frei verfügbare“ Menge – ein Umfeld, das Erholungen oft schwerer macht. Gleichzeitig nahm die Akkumulation durch langfristig orientierte Halter zuletzt ab, was den Erholungsversuchen ebenfalls Gegenwind liefert.
Institutionelle Zuflüsse trotz schwächerer Kurse
Bemerkenswert ist die Gegenbewegung auf der Nachfrageseite: US-Spot-Solana-ETFs verzeichneten in ihren ersten 74 Handelstagen kumulierte Nettozuflüsse von 877 Millionen US-Dollar. Selbst als die Notierungen diese Woche nachgaben, blieben die Mittelzuflüsse laut Bericht positiv – ein Hinweis darauf, dass institutionelle Investoren Rücksetzer zumindest teilweise zum Positionsaufbau nutzen.
Auch die 13F-Meldungen zum vierten Quartal 2025 unterstreichen das Interesse: Goldman Sachs hielt demnach eine Position von 108 Millionen US-Dollar in Solana-ETFs. Standard Chartered hat zwar sein Kursziel für 2026 auf 250 US-Dollar angepasst (nach zuvor höherem Ziel), bleibt aber langfristig optimistisch und nennt für 2030 eine Projektion von 2.000 US-Dollar – begründet mit einer wachsenden Rolle des Netzwerks bei Stablecoin-Mikrotransaktionen.
Fed-Protokoll bremst Risikoappetit – Aktivität kühlt ab
Der breitere Kryptomarkt reagierte zuletzt empfindlich auf die am 18. Februar veröffentlichten Fed-Protokolle. Der Offenmarktausschuss (FOMC) stimmte 10–2 dafür, den Leitzins bei 3,50% bis 3,75% zu belassen, und signalisierte, dass Zinssenkungen womöglich erst zur Jahresmitte 2026 kommen. Diese „higher for longer“-Lesart stärkte den US-Dollar und dämpfte die Risikobereitschaft.
Auf Solana selbst spiegeln On-Chain-Daten die Abkühlung: Das wöchentliche Handelsvolumen auf Solana-basierten DEXs fiel um 20% auf 74,3 Milliarden US-Dollar. Die DApp-Erlöse normalisierten sich auf 22,8 Millionen US-Dollar, nachdem im Januar 2026 noch ein Rekordwert von 146 Millionen US-Dollar erreicht wurde.
Unterm Strich bleibt Solana kurzfristig technisch unter Druck, während ausgerechnet die ETF-Zuflüsse Stabilität signalisieren. Heute notiert SOL bei 82,30 US-Dollar und damit nahe der vielbeachteten 80-Dollar-Zone, die für die nächsten Tage zum entscheidenden Orientierungspunkt werden dürfte.
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