DAX: Zähe Talfahrt
Der deutsche Leitindex ist weiterhin angeschlagen. Am Freitagmorgen eröffnete der DAX mit einem Minus von 0,16 Prozent bei 24.452 Punkten – und damit erstmals seit Jahresbeginn wieder im negativen Terrain für 2026. Vom Allzeithoch am 13. Januar bei 25.508 Punkten ist der Index damit über 1.000 Punkte entfernt.
Amazon-Zahlen schüren KI-Zweifel
Die Nervosität hat einen klaren Treiber: Die Tech-Branche verspielt gerade massiv Vertrauen. Nach Amazon kündigte der Handelsriese an, in diesem Jahr rund 200 Milliarden Dollar in KI, Chips, Robotik und Satelliten zu investieren – noch mehr als Google-Mutter Alphabet mit ihrem bereits gigantischen Budget. Die Reaktion der Anleger: ein zweistelliger Kurseinbruch nach Börsenschluss.
"Der KI-Investitions-Kater verwandelt sich gerade in eine wilde Flucht", kommentiert Stephen Innes von SPI Asset Management die Stimmung. Tatsächlich erinnert die aktuelle Nervosität an die Euphorie von 2021 – nur mit umgekehrten Vorzeichen. Brent Thill von Jefferies bringt es auf den Punkt: "Die Anleger wollen schnellere Ergebnisse sehen."
Solange die Tech-Giganten Milliarden versenken, ohne konkrete Umsatzerfolge vorweisen zu können, bleibt die Verunsicherung bestehen. Das belastet auch den DAX, der durch die exportorientierte deutsche Wirtschaft eng mit der globalen Konjunktur verzahnt ist.
Technische Erholung möglich
Charttechnisch hat der Index allerdings eine interessante Marke erreicht. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt bei etwa 24.400 Punkten könnte als Sprungbrett für eine technische Gegenbewegung dienen. Jochen Stanzl von der Consorsbank sieht Potenzial: "Bis zur oberen Begrenzung der Pendelbörse wären immerhin rund 500 Punkte Platz."
Entscheidend wird sein, ob der DAX die Marke von 24.017 Punkten – den 200-Tage-Durchschnitt – verteidigen kann. Ein nachhaltiger Bruch darunter würde ein mittelfristiges Verkaufssignal auslösen. Die nächste Hürde liegt bei 24.663 Punkten, dem Tageshoch vom Donnerstag.
Impulse könnten heute von Konjunkturdaten kommen: Deutschland veröffentlicht Zahlen zu Im- und Exporten, aus den USA stehen Verbraucherstimmung und Arbeitsmarktdaten auf der Agenda. Zudem könnte eine diplomatische Annäherung zwischen Iran und USA für etwas Entspannung sorgen – Teheran hat für heute neue Verhandlungen angekündigt.
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