Silber meldet sich nach der heftigen Liquidationswelle der Vorwoche zurück. Heute setzt das Edelmetall zu einer dynamischen Gegenbewegung an und arbeitet sich wieder an die Zone um 90 bis 91 US-Dollar je Feinunze heran. Entscheidend ist dabei weniger ein einzelner Auslöser, sondern das Zusammenspiel aus Handelspolitik, geopolitischer Risikoprämie und einem weiterhin engen physischen Markt.

Zölle und Geopolitik als Treiber

Seit gestern gelten in den USA temporäre globale Zölle von 10%. Berichten zufolge strebt das Weiße Haus eine zeitnahe Erhöhung auf 15% an, nachdem der Supreme Court in der Vorwoche frühere Zolldekrete gekippt hatte. Diese Unsicherheit erhöht den Bedarf an klassischen „Wertspeichern“ – und stützt damit Edelmetalle.

Zusätzlich rücken die für Donnerstag angesetzten US-iranischen Atomgespräche in Genf in den Fokus. Die anhaltende Unklarheit hält die geopolitische Risikoprämie hoch und stabilisiert die Basisnachfrage nach Silber.

Japan liefert Rückenwind

Aus der asiatischen Sitzung kam weiterer Impuls: Japans Premierminister Takaichi nominierte zwei neue Mitglieder für die Bank of Japan, die an den Märkten als expansiv und reflationär eingeordnet werden. Die Folge: eine Versteilerung der japanischen Zinskurve und ein schwächerer Yen. Die Aussicht auf länger lockere Geldpolitik verstärkte damit die Nachfrage an den internationalen Edelmetallmärkten.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Silber Preis?

Physische Knappheit bleibt der Engpass

Abseits der Schlagzeilen dominiert ein harter Fundamentalfaktor: die verfügbaren COMEX-Bestände. Die registrierten Lagerbestände fielen im Februar auf rund 88 Millionen Unzen – ein Rückgang von etwa 75% in fünf Jahren. Damit steht weniger physisches Material zur Deckung von Terminkontrakten bereit.

Parallel bleibt der industrielle Bedarf hoch. Das strukturelle Angebotsdefizit besteht laut Quelle im sechsten Jahr in Folge. Selbst wenn Teile der Solarindustrie wegen hoher Kosten verstärkt nach Alternativen wie Kupfer suchen, reicht das bislang nicht aus, um die Verknappung spürbar zu entschärfen.

Der heutige Anstieg um gut 4% zurück in Richtung 90 US-Dollar zeigt, wie schnell Käufer niedrigere Niveaus wieder nutzen – und nach dem Intraday-Einbruch von rund 35% in der Vorwoche bleibt die Spanne voraussichtlich hoch, solange politische Unsicherheit auf physische Knappheit trifft.

Anzeige

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen?! Neue Silber Preis-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Silber Preis-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Silber Preis-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Silber Preis: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...