Silber: Rallye vorerst gestoppt
Nach einer furiosen viertägigen Gewinnserie legt der Silberpreis am Dienstag den Rückwärtsgang ein. Das politische Chaos in Washington und eskalierende Zollkonflikte trieben das Edelmetall zuvor massiv an. Doch nun nehmen Anleger Gewinne mit und warten auf entscheidende Impulse der US-Notenbank.
Gewinnmitnahmen nach Kurssprung
Der Silberpreis gibt am Dienstag um 0,70 % nach und notiert bei rund 87,57 USD pro Unze. Diese Korrektur folgt auf eine dynamische Aufwärtsbewegung, bei der das Edelmetall allein am Montag fast 3 % zulegte. Marktteilnehmer nutzen das erreichte Niveau, um Kasse zu machen, nachdem der Kurs zeitweise die Marke von 86 USD unterschritten hatte.
Neben der technischen Gegenbewegung sorgt die anstehende Veröffentlichung der Fed-Protokolle für Zurückhaltung. Investoren erhoffen sich von den Mitschriften der Januar-Sitzung am Mittwoch konkrete Hinweise auf den künftigen Zinspfad der US-Notenbank.
Zollstreit als Preistreiber
Hinter der jüngsten Volatilität steht ein heftiger Schlagabtausch in der US-Handelspolitik. Auslöser war ein Urteil des Supreme Court am vergangenen Freitag, das bestimmte Zölle der Trump-Administration für verfassungswidrig erklärte. Dies katapultierte Silber zunächst über die Marke von 82 USD.
Die politische Antwort folgte prompt: Washington hob den globalen Basiszoll auf 15 % an. Die Folgen sind bereits spürbar: Die EU setzt die Ratifizierung eines Handelsabkommens aus, Indien verschiebt Verhandlungen und der Logistikriese FedEx klagt auf Rückerstattung gezahlter Zölle. Diese Unsicherheit stärkt prinzipiell den Status von Edelmetallen als sicherer Hafen.
Geopolitik und China stützen
Trotz der aktuellen Konsolidierung bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen für Silber robust. Zwei Faktoren sind hierbei entscheidend:
- Geopolitische Risiken: Am Donnerstag stehen Gespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf an. Die Angst vor einer militärischen Eskalation im Nahen Osten hält die Risikoprämie im Markt hoch.
- Rückkehr Chinas: Nach den Feiertagen zum Mondneujahr nehmen chinesische Händler den Betrieb wieder auf. Marktbeobachter rechnen mit einem deutlichen Anstieg des Handelsvolumens, da die chinesische Investmentnachfrage bereits Ende 2025 ein zentraler Preistreiber war.
Angebotsdefizit festigt Boden
Unterfüttert wird das Preisniveau durch eine angespannte physische Marktlage. Der globale Silbermarkt steuert 2026 auf das sechste Defizit in Folge zu, das auf 67 Millionen Unzen geschätzt wird. Während die Industrienachfrage durch Effizienzsteigerungen im Solarsektor leicht sinkt (-2 %), explodiert das Interesse von Anlegern: Die physische Investmentnachfrage kletterte um 20 % auf ein Drei-Jahres-Hoch.
Das Verhältnis von Gold zu Silber (Gold-Silber-Ratio) ist mittlerweile auf rund 59:1 gefallen – der tiefste Stand seit 15 Jahren. Diese Bewertung signalisiert eine relative Stärke von Silber gegenüber Gold. Kurzfristig werden die Fed-Protokolle am Mittwoch und die Iran-Gespräche am Donnerstag die Richtung vorgeben, während das strukturelle Angebotsdefizit das Abwärtsrisiko begrenzt.
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