Der Silberpreis kennt derzeit kein Halten mehr und markierte gestern bei 94,48 US-Dollar ein neues historisches Hoch. Ein explosiver Mix aus einem drohenden Handelskrieg zwischen den USA und Europa sowie ein massives strukturelles Angebotsdefizit treiben das Edelmetall. Während die Lagerbestände schmelzen, rückt die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar in greifbare Nähe.

Hier die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:

  • Schlusskurs Gestern: 94,48 USD (Allzeithoch)
  • Seit Jahresanfang (YTD): +30,75 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Tief: +101,48 %
  • Volatilität (30 Tage): 66,27 %

Handelskrieg als Preistreiber

Auslöser der jüngsten Kaufpanik ist die geopolitische Eskalation. US-Präsident Donald Trump droht acht europäischen Ländern mit Strafzöllen, sollten diese seine Pläne bezüglich Grönland blockieren. Die Märkte reagieren nervös auf die Aussicht, dass diese Zölle bis Juni auf 25 Prozent steigen könnten.

In Brüssel werden bereits Gegenmaßnahmen diskutiert, die von der Reaktivierung alter Zollpläne bis hin zu drastischen Schritten wie der Mobilisierung von US-Anleihen reichen. Diese Unsicherheit treibt Anleger massiv in Sachwerte. Zwar sorgte die Entscheidung der US-Administration, Silber kurzfristig von Importzöllen auszunehmen, letzte Woche für volatile Schwankungen, doch der Aufwärtstrend bleibt intakt.

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Fundamentales Defizit verschärft sich

Abseits der Politik stützt die physische Knappheit den Kurs. Der Markt verzeichnet seit 2021 ein kumuliertes Defizit von rund 820 Millionen Unzen. Vor allem die Solarindustrie und der Sektor für Elektrofahrzeuge sorgen für eine stetig steigende Industrienachfrage, die das Angebot übersteigt.

Die Situation am Londoner Markt (LBMA) spitzt sich dramatisch zu. Die verfügbaren Bestände sind auf rund 155 Millionen Unzen geschrumpft, während die Leasing-Raten für Silber auf beispiellose 8 Prozent explodiert sind. Dies signalisiert akuten Stress im physischen Handel.

China verknappt das weltweite Angebot

Verschärft wird die globale Unterversorgung durch Chinas neue Exportpolitik. Seit Jahresbeginn stuft Peking Silber als strategisches Material ein und beschränkt die Ausfuhr. Da China einen Großteil der weltweiten Exporte kontrolliert, führt dies zu einer Marktfragmentierung. In Shanghai wird Silber bereits mit einem erheblichen Aufschlag gehandelt und notiert umgerechnet bei etwa 104 US-Dollar.

Mit einem Kursplus von über 30 Prozent seit Jahresbeginn hat Silber die meisten anderen Anlageklassen weit hinter sich gelassen. Sollten die geopolitischen Spannungen anhalten, dürfte der Widerstandsbereich bei 98 bis 100 US-Dollar zeitnah getestet werden. Ein Durchbruch dieser Schallmauer würde die Neubewertung des Metalls zementieren.

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