Siemens Healthineers Aktie: Alzheimer-Ambitionen mit Hürden
Neue Bluttests für die Alzheimer-Früherkennung, ein bevorstehendes Spin-off und ein Moody's-Rating — bei Siemens Healthineers bewegt sich strategisch einiges. Operativ läuft es hingegen nicht rund, und der Kurs notiert auf Jahrestief.
Vielversprechender Markt, aber Konkurrenz ist schneller
Am 18. März gab das Unternehmen die Verfügbarkeit zweier neuer Forschungsassays bekannt: Der Atellica IM pTau217 und der Atellica IM BDTau messen Alzheimer-Biomarker aus einfachen Blutproben — eine deutlich weniger invasive Methode als die bislang übliche Lumbalpunktion. Beide Tests laufen auf der bereits weit verbreiteten Atellica-Analysatorenplattform, was die globale Reichweite theoretisch groß macht.
Der adressierbare Markt ist attraktiv: Das Volumen für Alzheimer-Diagnostik soll von rund 9,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf über 21 Milliarden US-Dollar bis 2033 wachsen. Allerdings sind die neuen Assays ausschließlich für Forschungszwecke zugelassen — klinische Anwendungen erfordern weitere Validierungsstudien und regulatorische Genehmigungen.
Wettbewerber sind hier bereits weiter. Fujirebio Diagnostics erhielt bereits im Mai 2025 die erste FDA-510(k)-Freigabe für einen blutbasierten pTau217-Test, Roche folgte mit einer Zulassung für seinen Elecsys pTau181-Assay. Siemens Healthineers setzt dagegen auf seine installierte Basis und Forschungskooperationen — darunter die Konsortien PREDICTOM, ACCESS-AD und das Banner Sun Health Research Institute.
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Schwache Diagnostik, Zölle, Spin-off
Das neue Diagnostik-Engagement kommt zu einem schwierigen Zeitpunkt für die Sparte. Im ersten Quartal 2026 schrumpfte die Diagnostiksparte um 3 Prozent — vor allem wegen anhaltender Probleme im China-Geschäft. Der Gesamtumsatz stieg zwar um 3,8 Prozent, das bereinigte Ergebnis je Aktie sank jedoch auf 0,49 Euro. Wachstumstreiber waren Bildgebung und Krebstherapie, nicht die Diagnostik.
Zusätzlich belastet: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen negativen Effekt durch US-Zölle von bis zu 500 Millionen Euro. Der Kurs spiegelt die Gemengelage wider — zuletzt auf dem 52-Wochen-Tief bei 36,37 Euro, rund 19 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts.
Im Hintergrund läuft die Vorbereitung zur finanziellen Unabhängigkeit von der Siemens AG. Das Moody's-Rating von A3 mit stabilem Ausblick ist ein wichtiger Schritt dabei. Die Siemens AG plant, ihren 67-Prozent-Anteil zu entkonsolidieren und 30 Prozent der Aktien per Direktabspaltung an die eigenen Aktionäre zu übertragen. Konkrete Details zu Struktur und Zeitplan sollen Anfang des zweiten Quartals 2026 folgen — und könnten vor den Q2-Zahlen am 7. Mai den nächsten relevanten Kursimpuls setzen.
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