Die Aktie von Siemens Healthineers hat sich nach einem schwierigen Vorjahr zuletzt spürbar erholt, doch die Stimmung bleibt angespannt. Während das operative Geschäft solide läuft, sorgt vor allem die Strategie der Muttergesellschaft für Nervosität am Markt. Ein potenzieller Spinoff der milliardenschweren Beteiligung könnte das gerade erst wiedergewonnene Vertrauen der Anleger auf eine harte Probe stellen.

  • Kursentwicklung YTD: +4,89 %
  • Abstand 200-Tage-Linie: -0,18 %
  • Nächster Termin: 5. Februar 2026 (Q1-Zahlen)

Ungewissheit durch Mutterkonzern

Der zentrale Bremsklotz für eine nachhaltige Kursrallye liegt derzeit nicht in Erlangen, sondern in München. Berichte, wonach die Siemens AG einen Spinoff ihrer Healthineers-Beteiligung im Wert von rund 35 Milliarden Euro prüft, drücken auf die Stimmung. Marktbeobachter befürchten, dass ein solcher Schritt zu einem Überangebot an Aktien führen und institutionelle Anleger zum Verkauf drängen könnte.

Diese Unsicherheit spiegelt sich auch im Chart wider. Zwar konnte sich das Papier vom 52-Wochen-Tief bei 40,85 Euro lösen, doch der Schlusskurs vom Freitag bei 46,30 Euro zeigt, dass die Luft nach oben dünner wird. Besonders signifikant: Die Aktie notiert damit hauchdünn unter dem wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 46,39 Euro.

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Analysten ohne klare Linie

Die Bewertung durch die Bankhäuser zeichnet ein diffuses Bild. Während RBC Capital Markets mit einem Kursziel von 55 Euro weiteres Potenzial sieht, mahnen andere zur Vorsicht. Morgan Stanley strich zuletzt das "Overweight"-Rating und begründete dies explizit mit dem Risiko durch die Platzierungspläne der Muttergesellschaft. Ihr Kursziel von 45 Euro wurde bereits leicht überschritten.

Das Aktienrückkaufprogramm, das den Kurs in den vergangenen Monaten stützte, ist indes keine Hilfe mehr: Es endete planmäßig am vergangenen Freitag, den 16. Januar.

Zahlenwerk als Richtungsweiser

Der Fokus verschiebt sich nun auf die fundamentale Entwicklung. Am 5. Februar legt der Medizintechnik-Konzern seine Bücher für das erste Quartal offen. Die Erwartungen sind ambitioniert: Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Gewinnwachstum von rund 23 Prozent und einem Umsatz von 24,2 Milliarden Euro.

Sollten die Quartalszahlen am 5. Februar die Wachstumshoffnungen bestätigen und der Widerstand am 200-Tage-Durchschnitt überwunden werden, könnte die Spinoff-Debatte in den Hintergrund rücken. Enttäuscht das Zahlenwerk jedoch, dürfte der fehlende Support durch das ausgelaufene Rückkaufprogramm die Volatilität spürbar erhöhen.

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