Die Siemens Energy-Aktie steuert auf einen entscheidenden Mittwoch zu. Am 11. Februar legt der Konzern seine Quartalszahlen vor – und die Anleger sind bereits positioniert: Mit einem Kurssprung von 3,88 Prozent auf 157,90 Euro markierte der Titel am Montag ein neues Allzeithoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 28 Prozent zu Buche, auf Zwölf-Monats-Sicht sogar 168 Prozent.

Zahlen als Lackmustest

Der Markt erwartet für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen moderaten Umsatzanstieg. Rückenwind liefert der prall gefüllte Auftragsbestand von 138 Milliarden Euro zum Jahresende 2025. Für das Gesamtjahr peilt Siemens Energy ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an, die operative Marge vor Sondereffekten soll zwischen 9 und 11 Prozent landen. Auch beim Free Cashflow vor Steuern strebt der Konzern einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag an – ein Signal, dass die Profitabilität in den Kernbereichen trägt.

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Windtochter bleibt Zitterspiel

Besonders kritisch bleibt die Windsparte Siemens Gamesa. Nach Jahren roter Zahlen infolge von Qualitätsmängeln soll das Segment 2026 endlich die Gewinnschwelle erreichen. Investoren achten penibel darauf, ob neue Projekte stabiler umgesetzt werden und sich die Rückstellungen weiter reduzieren. Jeder Rückschlag im Windgeschäft könnte die Konzernmarge empfindlich belasten – und die Euphorie an der Börse schnell kippen lassen.

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Anders sieht es bei Grid Technologies und Gas Services aus. Der weltweite Netzausbau und die Nachfrage nach Gasturbinen als Brückentechnologie füllen die Auftragsbücher und sichern vergleichsweise hohe Margen. Ergänzend investiert Siemens Energy in Wasserstofflösungen, die perspektivisch zusätzliches Wachstum versprechen.

Politischer Gegenwind für Erneuerbare

Parallel plant Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eine Reform beim Ausbau erneuerbarer Energien. Künftig sollen besonders belastete Netzgebiete als "kapazitätslimitiert" ausgewiesen werden können – bei Abregelungen gäbe es für Neuanschlüsse keine Entschädigung mehr. Hintergrund sind die milliardenschweren Redispatch-Kosten, die entstehen, wenn Wind- und Solaranlagen wegen Netzengpässen gedrosselt werden müssen. Für Anlagenbauer wie Siemens Energy könnte dies den Markt beeinflussen, auch wenn der Netzausbau selbst weiter voranschreitet.

Chartbild bestätigt Stärke

Technisch präsentiert sich die Aktie robust. Seit dem Jahrestief im April 2025 schob sich der Kurs sukzessive nach oben, Rücksetzer wurden konsequent gekauft. Das Dezember-Hoch bei 124,80 Euro wurde zügig überwunden, im Januar folgte der nächste Schub. Oberseitig stehen nun die Marken bei 160 Euro und perspektivisch 178 Euro im Fokus. Auf der Unterseite gilt der Bereich um 139 bis 149 Euro als zentrale Unterstützung – ein Bruch würde die nächste Auffangzone bei 127 Euro aktivieren.

Bestätigt das Unternehmen am Mittwoch seine Jahresziele und liefert positive Signale aus dem Windgeschäft, dürfte der Höhenflug weitergehen. Enttäuschungen bei Ergebnis oder Cashflow könnten dagegen schnell zu Gewinnmitnahmen führen. Nach der starken Entwicklung der vergangenen Monate misst der Markt dem Quartalsbericht besondere Bedeutung bei.

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