Siemens Energy startet mit einer strategischen Akquisition ins neue Jahr. Der Energietechnikkonzern hat zum Jahreswechsel die vollständige Kontrolle über das Joint Venture RWG Limited übernommen – für 151 Millionen US-Dollar. Die Transaktion stärkt das Servicegeschäft und fällt in eine Phase beeindruckender Geschäftszahlen.

Die wichtigsten Fakten zur Transaktion:

  • Kaufpreis: 151 Millionen US-Dollar für 50-Prozent-Anteil
  • Closing: 31. Dezember 2025
  • Verkäufer: John Wood Group PLC
  • Ergebnis: Vollständige Kontrolle über RWG

Servicegeschäft gezielt ausgebaut

Mit der Übernahme des 50-Prozent-Anteils von John Wood Group kontrolliert Siemens Energy nun vollständig den Spezialisten für Reparatur- und Wartungsdienstleistungen von industriellen Gasturbinen. RWG bedient Betreiber aero-derivativer Gasturbinen in den Bereichen Öl und Gas, Stromerzeugung sowie Schiffsantriebe. Die Servicefähigkeiten umfassen die Turbinenserien SGT-A20, SGT-A35 und SGT-A05.

Die Akquisition erfolgt zu einem günstigen Zeitpunkt. Siemens Energy verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 ein Umsatzplus von 15,2 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro. Der Auftragseingang kletterte um 19,4 Prozent auf 58,9 Milliarden Euro. Der Rekord-Auftragsbestand liegt bei 138 Milliarden Euro.

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Ratingagenturen honorieren Turnaround

Die Bonität des Konzerns verbessert sich deutlich. Moody's hob das Rating Mitte Dezember 2025 von Baa2 auf Baa1 an. S&P Global Ratings folgte am 11. Dezember mit einer Anhebung auf BBB – mit positivem Ausblick. Die Analysten erwarten einen Anstieg der EBITDA-Margen auf 17,5 bis 18 Prozent bis 2028, ausgehend von rund 9 Prozent im Jahr 2025.

Der Gewinn vor Sondereffekten erreichte 2,355 Milliarden Euro. Der Free Cashflow vor Steuern lag bei 4,663 Milliarden Euro. Erstmals seit vier Jahren will das Management eine Dividende ausschütten – 0,70 Euro je Aktie sind vorgeschlagen.

Ehrgeizige Ziele bis 2028

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Siemens Energy ein vergleichbares Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent sowie eine Gewinnmarge vor Sondereffekten von 9 bis 11 Prozent. Bis 2028 soll die Marge auf 14 bis 16 Prozent steigen.

Zusätzlich läuft ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro bis Ende 2028. Zusammen mit den geplanten Dividenden sollen bis zu 10 Milliarden Euro an die Aktionäre fließen. Die Windsparte Siemens Gamesa verzeichnete zwar weiterhin Verluste von rund 1,4 Milliarden Euro, soll aber 2026 den Break-even erreichen.

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