Die Siemens Energy Aktie gehört 2025 zu den absoluten DAX-Überfliegern – mit einem Plus von über 130 Prozent rangiert der Energietechnikkonzern auf Platz zwei hinter Rheinmetall. Doch während die einen von weiteren Kursgewinnen träumen, warnen andere bereits vor Überhitzung. Die Baader Bank positioniert sich klar: Sie hebt ihr Kursziel deutlich auf 146 Euro an.

Die Treiber im Überblick:

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  • Auftragsbestand auf Rekordniveau von 138 Milliarden Euro
  • Gewinnmarge soll bis 2028 auf 14-16 Prozent steigen (zuvor 10-12%)
  • Aktienrückkaufprogramm von bis zu 6 Milliarden Euro geplant
  • KI-Boom befeuert Nachfrage nach Strominfrastruktur

Analysten spalten sich in Lager

Die Baader Bank begründet ihre Anhebung mit den erhöhten Mittelfristzielen des Konzerns. Rekordaufträge, steigende Gewinnerwartungen und starke Cashflows machen Siemens Energy zum Profiteur der Energiewende. JPMorgan sieht das ähnlich und setzt mit 160 Euro sogar noch optimistischer an.

Barclays hingegen bleibt skeptisch: Mit einem Kursziel von lediglich 85 Euro liegt die britische Bank weit unter dem aktuellen Kurs von rund 120 Euro. Der Durchschnitt aller Analystenschätzungen pendelt sich bei 132,71 Euro ein – das entspricht einem Aufwärtspotenzial von etwa 10 Prozent.

Zahlen untermauern Optimismus

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 liefert harte Fakten: Der Auftragseingang kletterte um knapp 20 Prozent auf 58,9 Milliarden Euro, der Umsatz legte um 15 Prozent auf 39,1 Milliarden Euro zu. Das Nettoergebnis erreichte 1,685 Milliarden Euro. Besonders stark lief das Segment Grid Technologies mit Aufträgen von über 21 Milliarden Euro. Die Sparte Gas Services verkaufte 194 Gasturbinen – ein Rekordwert.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt das Management ein Umsatzwachstum von 11 bis 13 Prozent an. Die Gewinnmarge soll auf 9 bis 11 Prozent steigen, das Nettoergebnis auf 3 bis 4 Milliarden Euro – eine Verdopplung.

Windsparte bleibt Bremsklotz

Die spektakuläre Rally von unter 7 Euro Ende 2023 auf über 120 Euro hat einen Haken: Die Windkrafttochter Siemens Gamesa belastet weiterhin. Das Management rechnet zwar für 2026 mit dem Break-even der Sparte, doch die Restrukturierung zieht sich. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von über 70 liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt von rund 30.

Bilanz gestärkt, Dividende zurück

Siemens Energy hat die staatlich abgesicherte Garantiefazilität über 11 Milliarden Euro vorzeitig durch eine neue 9-Milliarden-Bankfazilität ersetzt. Das Dividendenverbot ist aufgehoben – erstmals seit vier Jahren schüttet der Konzern wieder 0,70 Euro je Aktie aus. Moody's vergab ein Investment-Grade-Rating mit positivem Ausblick.

Die nächsten Quartalszahlen folgen am 11. Februar, die Hauptversammlung findet am 26. Februar in Berlin statt. Ob die Windsparte dann tatsächlich die Trendwende schafft, wird für die weitere Kursentwicklung entscheidend sein.

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