Siemens Energy Aktie: Service-Deal zahlt sich aus
Siemens Energy sichert sich die volle Kontrolle über ein profitables Wartungsgeschäft – und die Börse honoriert den Schritt. Mit 122,80 Euro nähert sich die Aktie ihren Höchstständen, während der DAX-Neuling seine beeindruckende Rallye fortsetzt. Der Kauf der restlichen 50 Prozent am britischen Joint Venture RWG Repair & Overhauls dürfte die Margen im Service-Segment weiter stärken.
Die Eckdaten des Deals:
* Kaufpreis: 151 Millionen US-Dollar
* Verkäufer: John Wood Group PLC
* Übernahmeobjekt: RWG – spezialisiert auf Wartung und Instandhaltung von Gasturbinen
* Abschluss: 31. Dezember 2025
Warum der Service-Bereich so wertvoll ist
Das Wartungsgeschäft gilt als Stabilitätsanker für Energietechnik-Konzerne. Anders als das volatile Projektgeschäft mit langen Planungszyklen generiert der Service planbare, wiederkehrende Einnahmen. Mit der vollständigen Kontrolle über RWG eliminiert Siemens Energy nicht nur Abstimmungsaufwand, sondern kann Synergien im globalen Service-Netzwerk besser heben.
Der Markt preist diesen strategischen Vorteil ein: Die Aktie legte seit Jahresbeginn um über 136 Prozent zu. Allerdings spiegelt sich der Optimismus auch in der Bewertung wider. Das KGV von 72,83 liegt deutlich über dem Branchenschnitt von 50.
US-Markt kompensiert deutsche Dämpfer
Während die Bundesregierung ihre Gaskraftwerk-Pläne von 20 auf 10 Gigawatt halbiert hat, boomt das Geschäft in den USA. Die Lieferzeiten für Großtransformatoren erreichen mittlerweile 144 Wochen – getrieben durch Rechenzentren, KI-Anwendungen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Siemens Energy investiert 150 Millionen Dollar in die Fertigungskapazitäten in North Carolina und profitiert von Preissteigerungen bei Leistungstransformatoren von fast 80 Prozent seit 2019.
Die reduzierte deutsche Gaskraftwerk-Ausschreibung von 8 Gigawatt für 2026 bleibt dennoch relevant: Die geforderte Wasserstoff-Tauglichkeit spielt dem Technologieführer in die Karten.
Bewertung am oberen Ende
Mit einem aktuellen Kurs nahe dem 52-Wochen-Hoch von 141,84 Euro ist die Rallye intakt. Analysten trauen dem Titel eine Verdopplung der Gewinne zu, was das ambitionierte KGV rechtfertigen würde. Die Kombination aus Service-Konsolidierung und US-Transformator-Boom liefert dafür die Grundlage. Anleger sollten jedoch im Blick behalten, dass bei dieser Bewertung bereits viel Optimismus eingepreist ist.
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