Siemens Energy steigt als Ankerinvestor beim geplanten Börsengang des österreichischen Energietechnik-Zulieferers Asta Energy Solutions ein. Der Konzern hat sich verpflichtet, Aktien im Wert von rund 25 Millionen Euro zum endgültigen Angebotspreis zu erwerben. Die Transaktion unterstreicht die strategische Bedeutung der langjährigen Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen.

Der IPO von Asta ist für das erste Quartal 2026 am regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse geplant. Das Gesamtvolumen der Transaktion soll bis zu 190 Millionen Euro betragen. Neben Siemens Energy haben sich drei weitere institutionelle Investoren als Cornerstone-Investoren verpflichtet – gemeinsam beläuft sich das garantierte Investitionsvolumen auf etwa 55 Millionen Euro.

Warum gerade Asta?

Asta produziert hochspezialisierte kupferbasierte Komponenten für Mittel- bis Hochspannungstransformatoren und industrielle Generatoren. Diese Bauteile sind zentrale Bestandteile der Energieinfrastruktur, die Siemens Energy für seine Transformatoren und Generatoren benötigt. Das Unternehmen aus Oed in Österreich beliefert neben Siemens Energy auch andere Branchengrößen wie Hitachi Energy, GE Vernova und Andritz.

Die Geschäftszahlen von Asta zeigen eine beeindruckende Entwicklung: Der Nettoumsatz stieg von 479,6 Millionen Euro im Jahr 2022 auf 642,6 Millionen Euro im Jahr 2024. Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet Asta mit einem Umsatz von rund 680 Millionen Euro und einem EBITDA zwischen 45 und 47 Millionen Euro. Langfristig strebt das Unternehmen einen Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro an.

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Rekordauftragsbestand als Wachstumstreiber

Besonders bemerkenswert: Asta Europe hat seinen festen Auftragsbestand seit 2022 versiebenfacht, während sich die Preise im selben Zeitraum nahezu verdoppelt haben. Diese Entwicklung spiegelt die strukturelle Unterversorgung im Markt wider, die durch die globale Energiewende angetrieben wird. Die steigende Nachfrage nach Hochleistungstransformatoren und Generatoren – essenzielle Komponenten für den Ausbau erneuerbarer Energien – schafft ein günstiges Umfeld für Zulieferer wie Asta.

Das Investment von Siemens Energy sichert nicht nur die Lieferkette, sondern könnte auch strategische Vorteile bei der Verfügbarkeit kritischer Komponenten bringen. In Zeiten steigender geopolitischer Unsicherheiten und Lieferkettenrisiken gewinnt die Absicherung von Schlüsselzulieferern an Bedeutung.

Branche unter Druck

Die Investition erfolgt in einem Umfeld, das von massivem Wachstumsdruck geprägt ist. Europa hinkt seinen Zielen für die Windenergie deutlich hinterher: 2025 wurden auf dem Kontinent Windräder mit einer Gesamtleistung von lediglich 17 bis 18 Gigawatt errichtet – weit unter dem benötigten Niveau. Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Windkraft massiv ausgebaut werden.

Asta betreibt sechs Produktionsstandorte in Österreich, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, China und Indien. Das Unternehmen plant mittelfristige Investitionen von 90 bis 120 Millionen Euro, die durch IPO-Erlöse und operativen Cashflow finanziert werden sollen. Ein Teil der Mittel fließt in den Ausbau bestehender Kapazitäten, ein anderer in den Aufbau einer zweiten Recycling- und Gießplattform in Europa.

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