Der Höhenflug geht weiter: Siemens Energy markiert heute bei 155,95 Euro ein neues Allzeithoch. Doch das Management ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Mit einer massiven Investition von einer Milliarde US-Dollar bläst der Konzern zum Angriff auf dem amerikanischen Markt. Gleichzeitig lässt CEO Christian Bruch mit überraschend offenen Worten zur Zukunft der Krisensparte Gamesa aufhorchen.

Das Wichtigste in Kürze:
* Expansion: 1 Milliarde US-Dollar fließt in den Ausbau der US-Infrastruktur.
* Treiber: KI und Rechenzentren sorgen für enormen Energiehunger.
* Strategie: CEO Bruch nennt Forderungen nach Gamesa-Abspaltung "berechtigt".
* Performance: Die Aktie liegt auf 12-Monats-Sicht über 187 % im Plus.

Der KI-Boom als Wachstumsmotor

Der Energietechnikkonzern will massiv von der Digitalisierungswelle in den USA profitieren. Im Zentrum der Strategie steht der Bau einer neuen Fabrik im Bundesstaat Mississippi. Dort sollen künftig Transformatoren und Netzkomponenten gefertigt werden – Bauteile, die für die moderne Stromversorgung unverzichtbar sind.

Triebfeder für diesen Schritt ist der enorme Energiebedarf von Rechenzentren, befeuert durch den rasanten Ausbau Künstlicher Intelligenz. Die USA hatten bereits im vergangenen Jahr den größten Auftragseingang verzeichnet. Mit der Milliarden-Investition positioniert sich Siemens Energy nun direkt vor Ort, um diese Nachfrage ohne Lieferengpässe bedienen zu können.

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Gamesa: Tabus werden gebrochen

Neben der Expansion sorgt vor allem eine Aussage zur Windkraft-Tochter Siemens Gamesa für Gesprächsstoff. Die Sparte kämpfte lange mit Qualitätsproblemen und Verlusten. Auf die Forderung eines aktivistischen Investors, den Windkraft-Bereich abzuspalten, reagierte CEO Christian Bruch bemerkenswert offen. Er bezeichnete den Wunsch als "berechtigt".

Dies ist jedoch kein sofortiges Verkaufssignal. Bruch stellte klar, dass die absolute Priorität derzeit auf der operativen Stabilisierung liegt. Bevor strukturelle Änderungen wie ein Spin-off ernsthaft diskutiert werden können, muss die Sparte einen verlässlichen Weg zurück in die Gewinnzone beweisen. Dennoch zeigt die Aussage, dass im Konzern keine "Heiligen Kühe" mehr existieren.

Aktie im Höhenrausch

An der Börse wird die aggressive Wachstumsstrategie honoriert. Das Papier kletterte heute auf ein neues 52-Wochen-Hoch und verzeichnet seit Jahresanfang bereits ein Plus von 27,00 %. Technisch wirkt die Bewegung allerdings zunehmend ausgereizt: Mit einem RSI-Wert von 85,4 befindet sich der Titel in einem stark überkauften Bereich, was kurzfristig die Wahrscheinlichkeit für Gewinnmitnahmen erhöht.

Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor. Am 11. Februar 2026 legt Siemens Energy die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor. Anleger werden hier genau prüfen, ob die operative Entwicklung die hohe Bewertung rechtfertigt und wie schnell die Sanierung bei Gamesa vorankommt. Kurz darauf, am 26. Februar, wird das Management auf der Hauptversammlung Rede und Antwort stehen müssen.

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