Zwei Nachrichten, eine Richtung: Die Siemens Energy-Aktie hat sich heute von einem schwachen Start in einen der stärksten Titel im DAX verwandelt. Hinter dem Kurssprung von knapp 5,6 Prozent auf 148,60 Euro steckt ein ungewöhnliches Zusammenspiel aus geopolitischer Entspannung und fundamentalem Aufwind.

Trump gibt nach – vorerst

Der Auslöser kam aus Washington. US-Präsident Donald Trump verkündete heute, er habe das Verteidigungsministerium angewiesen, Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur auszusetzen. Ursprünglich drohte ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus abzulaufen – mit potenziell erheblichen Folgen für die globale Versorgungssicherheit und damit auch für Energiedienstleister wie Siemens Energy.

Die Erleichterung an den Märkten war unmittelbar spürbar. Ein Teil der eingepreisten Risikoprämie fiel weg, was den Titeln besonders zugutekam, die zuvor unter dem Drohungsszenario gelitten hatten.

Vollständige Entwarnung ist das allerdings nicht. Teheran dementierte Trumps Darstellung, wonach Gespräche zwischen beiden Ländern stattfänden. Iranische Staatsmedien, die den Revolutionswächtern nahestehen, bestritten jegliche direkten oder indirekten Kontakte zu Washington. Die Lage bleibt also fragil – und die Volatilität dürfte entsprechend erhöht bleiben.

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Gamesa-Wende überzeugt Analysten

Unabhängig vom geopolitischen Kontext gab es heute auch fundamentalen Rückenwind. Die DZ Bank hat ihr Rating für Siemens Energy von „Verkaufen" auf „Halten" angehoben und das Kursziel mehr als verdoppelt – von 74 auf 128 Euro. Begründung: Die krisengeplagte Windkraftsparte Gamesa zeige eine zunehmende Stabilisierung. Die langwierigen Qualitätsprobleme bei den Onshore-Turbinen seien offenbar unter Kontrolle gebracht worden.

Das ist keine Kleinigkeit. Gamesa war über Jahre der größte Belastungsfaktor für die Gruppe – eine Baustelle, die Investoren zermürbt und das Sentiment belastet hat. Dass ein Analyst nun eine Trendwende für möglich hält und das Kursziel so deutlich anhebt, sendet ein klares Signal an den Markt.

Der Ausbruch über bisherige technische Widerstände verleiht der Bewegung zusätzlich Gewicht. Ob sich der Kurs auf diesem Niveau behaupten kann, hängt jetzt wesentlich davon ab, wie sich die Lage im Nahen Osten in den kommenden Tagen entwickelt – und ob Gamesa die aufkeimenden Hoffnungen mit konkreten Zahlen untermauern kann.

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