Ein historischer Auftragsbestand von 120 Milliarden Euro trifft auf einen fallenden Aktienkurs. Siemens liefert im ersten Quartal operativ ab, kämpft an der Börse jedoch mit Gegenwind. Die geplante Abspaltung der Medizintechnik-Tochter Healthineers und steigende Energiepreise überlagern derzeit die fundamentale Stärke des Technologiekonzerns.

Das operative Kerngeschäft wächst solide. Im abgelaufenen Quartal kletterten die Neuaufträge um zehn Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg die Profitmarge der Industriesparte auf 15,6 Prozent. Um den Gewinn je Aktie zusätzlich zu stützen, forciert das Management das laufende Aktienrückkaufprogramm. Allein im März zieht der Konzern 18 Millionen eigene Papiere ein, nachdem bereits 4,4 Milliarden Euro für Rückkäufe geflossen sind.

Healthineers-Abspaltung als Zäsur

Der dominierende Faktor für die zukünftige Ausrichtung bleibt die Trennung von Siemens Healthineers. Geplant ist, 30 Prozent der Anteile per Direktabspaltung an die eigenen Aktionäre zu übertragen. Bislang hält Siemens rund 67 Prozent an der börsennotierten Tochter. Mit der Abgabe der Kontrollmehrheit verliert der Mutterkonzern ein ergebnisstabilisierendes Element. Das verbleibende Portfolio fokussiert sich im Gegenzug konsequent auf industrielle Digitalisierung, Software und vernetzte Hardware.

KI-Fokus trifft auf Marktskepsis

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Parallel zum Konzernumbau investiert Siemens massiv in Zukunftstechnologien. Eine Partnerschaft mit NVIDIA soll adaptive KI-Fabriken hervorbringen, wofür der Standort Amberg bis 2030 rund 200 Millionen Euro erhält. Zudem sicherte sich das Unternehmen erst vergangene Woche ein Memorandum of Understanding mit dem US-Energieministerium zur Modernisierung der amerikanischen Wissenschaftsinfrastruktur.

An der Börse verpuffen diese Nachrichten aktuell. Der Kurs rutschte zuletzt auf 217,75 Euro ab und notiert damit knapp acht Prozent unter seiner 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 9,61 Prozent, was neben der strukturellen Unsicherheit auch auf die jüngsten Belastungen durch steigende Ölpreise zurückzuführen ist.

Aktionäre können sich auf eine stabile, progressive Dividendenpolitik verlassen, die auch nach der Healthineers-Transaktion Bestand haben soll. Konkrete Details zur Struktur und zum genauen Zeitplan des Spin-offs folgen Anfang des zweiten Quartals. Am 13. Mai präsentiert der Konzern dann den nächsten Quartalsbericht, der den finanziellen Fortschritt der Transformation mit neuen Zahlen untermauern wird.

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