Siemens Aktie: Rohstoff-Schock droht
Während die deutschen Börsen zum Jahresauftakt 2026 geschlossen bleiben, werfen die letzten Handelssignale aus den USA ihre Schatten voraus. Die Siemens-ADRs gaben zum Jahresende um 0,87 Prozent auf 139,95 US-Dollar nach. Doch die eigentliche Herausforderung für den Münchner Technologiekonzern liegt nicht in dieser leichten Korrektur – sondern in einer fundamentalen Kostenexplosion, die das Geschäftsmodell unter Druck setzt.
Die wichtigsten Fakten:
- ADR-Schlusskurs: 139,95 USD (-0,87%)
- Kupferpreis 2025: +42% (größter Jahresgewinn seit 2009)
- Aktueller Kupferpreis: 12.558 USD/Tonne
- Siemens-Beteiligung an Energy unter strategischem Druck
Kupfer verteuert sich dramatisch
Der Industriemetall-Markt erlebte 2025 eine historische Rally. Kupfer, das Rückgrat der Elektrifizierung und damit essentiell für Siemens-Produkte wie Transformatoren, Motoren und Steuerungstechnik, verteuerte sich um 42 Prozent – der stärkste Anstieg seit der Finanzkrise. Minenunfälle und die Erwartung neuer US-Zölle verschärften die Angebotsengpässe.
Für Siemens bedeutet dies ein Dilemma: Die Elektrifizierungswelle treibt zwar die Nachfrage nach Netzinfrastruktur und füllt die Auftragsbücher. Gleichzeitig explodieren aber die Produktionskosten. Die entscheidende Frage für 2026 lautet: Kann der Konzern diese massiven Preissteigerungen an seine Kunden weitergeben, ohne Marktanteile zu verlieren?
Energy-Beteiligung als zusätzlicher Unsicherheitsfaktor
Belastend wirkt zudem die Gemengelage bei Siemens Energy. Laut Financial Times wehrt sich das Management dort gegen aktivistische Investoren, die eine Abspaltung des volatilen Windkraftgeschäfts fordern. Solange diese strategischen Kämpfe andauern, bleibt das Bewertungsrisiko für Siemens als Großaktionär bestehen. Die Corporate-Governance-Kämpfe bei der ehemaligen Tochter könnten die Volatilität der Beteiligung erhöhen und den Gesamtwert der Siemens AG belasten.
Charttechnisch angespannt
Die ADRs beendeten 2025 nahe ihrer 52-Wochen-Spanne von 94,55 bis 146,89 USD. Der Widerstand bei rund 140 USD wird zum ersten Lackmustest des neuen Jahres. Die deutsche Aktie notiert aktuell bei 239,15 Euro – nach einem Rückgang von knapp 15 Prozent binnen sieben Tagen. Die annualisierte Volatilität von 78,49 Prozent signalisiert erhöhte Nervosität.
In den ersten Handelswochen im Januar wird sich zeigen, ob Siemens die Konsolidierungsphase nach oben auflösen kann. Entscheidend dafür ist, wie glaubwürdig das Management die Margenstabilität trotz der Rohstoffpreis-Explosion kommunizieren kann.
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