Siemens schärft sein Profil als Technologiekonzern weiter – und zwar konsequent. Mit der Übernahme des französischen Software-Spezialisten ASTER Technologies baut der DAX-Konzern seine Xcelerator-Plattform gezielt aus. Gleichzeitig erschließt eine Partnerschaft in Vietnam neue Wachstumsmärkte für Rechenzentrumsinfrastruktur. Die strategische Ausrichtung ist klar: weg vom Industriekonglomerat, hin zum Software- und Digitalisierungsanbieter.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Übernahme von ASTER Technologies stärkt Elektronikfertigung im Xcelerator-Portfolio
  • Neue Kooperation mit VSIP erschließt vietnamesischen Rechenzentrumsmarkt
  • Goldman Sachs bestätigt "Buy"-Rating
  • Quartalszahlen am 12. Februar 2026 im Fokus

ASTER-Übernahme: Lückenschluss im Software-Portfolio

ASTER Technologies liefert Softwarelösungen für Design, Herstellung und Test von Leiterplatten – genau jene Kompetenz, die Siemens für einen durchgängigen digitalen Workflow benötigt. Die Integration in die Xcelerator-Plattform soll Fertigungsfehler früher erkennbar machen und teure Redesigns vermeiden. Das Kalkül: schnellere Produkteinführungen, geringere Entwicklungskosten. Besonders in wachstumsstarken Segmenten wie High Performance Computing, Automotive und Networking steigt die Komplexität elektronischer Systeme. Siemens antwortet darauf mit gezielten Zukäufen.

Die finanziellen Details blieben unter Verschluss. Analysten werten den Schritt dennoch positiv, da er die Strategie unterstreicht, margenstärkere und konjunkturunabhängigere Software-Geschäfte auszubauen.

Vietnam-Partnerschaft: Infrastruktur-Wachstum in Asien

Parallel zur Akquisition sichert sich Siemens über die Kooperation mit VSIP Zugang zum aufstrebenden vietnamesischen Rechenzentrumsmarkt. Die Partnerschaft zielt darauf ab, Industrieparks des Landes als führende Standorte für Datacenter-Investitionen zu etablieren. Vietnam profitiert vom globalen Trend zur regionalen Diversifizierung digitaler Infrastruktur – Siemens positioniert sich frühzeitig als Technologiepartner.

Quartalszahlen als nächster Lackmustest

Am 12. Februar 2026 legt Siemens die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres vor. Besonders die Entwicklung der Sparte Digital Industries wird aufschlussreich sein: Wie stark trägt das Software-Geschäft bereits zum Gesamtergebnis bei? Nach einem Kursplus von knapp zwölf Prozent in den vergangenen 30 Tagen notiert die Aktie deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das jüngste 52-Wochen-Hoch bei 287,96 Euro bleibt vorerst Orientierungsmarke für die weitere Kursentwicklung.

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