Während der Markt am Wochenende ruht, setzt die Gründerfamilie ein klares Zeichen: Marisol von Siemens greift zur eigenen Aktie – und das ausgerechnet jetzt, nachdem der Kurs nach den Rekordbilanzen unter Druck geraten war. Zufall? Wohl kaum. Gleichzeitig läuft das Milliarden-Aktienrückkaufprogramm auf Hochtouren. Was wissen die Insider, was der Markt noch nicht eingepreist hat?

Familie zeigt Flagge: Kauf zum Wochenschluss

Die Meldung schlug am Samstag ein: Marisol von Siemens erwarb über Xetra Aktien zu rund 226,82 Euro. Das Volumen von knapp 50.000 Euro mag überschaubar klingen, doch das Timing spricht Bände. Der Kauf erfolgte nur wenige Tage nach den Quartalszahlen, die den Kurs zunächst belasteten – ein klassischer "Vote of Confidence" aus dem engsten Kreis.

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Die Fakten zum Insider-Kauf:

  • Käuferin: Marisol von Siemens (Gründerfamilie)
  • Kaufkurs: 226,82 Euro via Xetra
  • Timing: Unmittelbar nach Quartalszahlen und Kursrücksetzer
  • Begleitmaßnahme: Konzern kaufte parallel über 350.000 eigene Aktien zurück

Der Münchner Technologiekonzern selbst agiert parallel: Zwischen dem 17. und 23. November flossen über 350.000 Aktien ins eigene Portfolio zurück. Diese konstante Nachfrage stabilisiert den Kurs rechnerisch – und sendet ein Signal an den Markt.

Analysten bleiben optimistisch – trotz Anpassungen

Jefferies hält an der Kaufempfehlung fest, auch wenn Analyst Rizk Maidi das Kursziel von 291 auf 277 Euro senkte. Die Anpassung erfolgte aufgrund überarbeiteter Bewertungsmodelle, nicht wegen fundamentaler Schwäche. Die Botschaft: Das Geschäftsmodell überzeugt, auch wenn die kurzfristigen Erwartungen kalibriert werden mussten.

Dazu kommt der Abstrahleffekt von Siemens Energy: Die ehemalige Tochter nähert sich einer Bewertung von 100 Milliarden Euro – ein Erfolg, der positiv auf den gesamten Industriesektor ausstrahlt, selbst wenn Siemens seine Anteile bereits reduziert hat.

Der Kontext: Rekorde, Dividende und Vorsicht

Die Insider-Käufe folgen auf beeindruckende Geschäftszahlen: Der Gewinn im industriellen Geschäft kletterte auf ein Allzeithoch, die vorgeschlagene Dividende steigt auf 5,35 Euro je Aktie. Bei einem Kurs von 228,30 Euro ergibt das eine Rendite von rund 2,3 Prozent. Das KGV von etwa 20 wirkt für einen Konzern dieser Qualität keineswegs überzogen.

Doch warum der Rücksetzer nach den Zahlen? Der Ausblick für das Automatisierungsgeschäft fiel vorsichtiger aus als erhofft. Genau diese Schwäche scheint die Familie als Chance zu interpretieren – ein Muster, das Insider-Experten bestens kennen: Kaufen, wenn andere zweifeln.

Entscheidende Woche voraus

Die charttechnische Marke von 225 Euro rückt in den Fokus. Hält diese Unterstützung – gestützt durch Insider-Käufe und Rückkaufprogramm – könnte der Weg Richtung 230 Euro wieder frei werden. Langfristig orientierte Anleger beobachten zudem die strategischen Weichenstellungen bei Siemens Healthineers für 2026. Die Familie jedenfalls hat ihre Position bezogen.

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