Während die Börse zögert, greifen die Insider zu: Mitglieder der Siemens-Gründerfamilie haben die jüngste Kursschwäche für Käufe im Wert von knapp 100.000 Euro genutzt. Ein Zufall? Wohl kaum. Solche Transaktionen gelten als starkes Signal – schließlich kennt niemand die Geschäftslage besser als das Management und die Eigentümerfamilie selbst. Doch was steckt wirklich hinter diesem Vertrauensbeweis?

Familie setzt auf Erholung

Die Details sprechen für sich: Marisol von Siemens und Hadrian Pausch von Siemens investierten in der vergangenen Woche gezielt in eigene Anteile. Der durchschnittliche Kaufkurs lag bei rund 226,82 Euro – deutlich unter dem November-Hoch von 252,65 Euro.

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Die wichtigsten Fakten zum Insider-Kaufprogramm:

  • Investitionsvolumen: knapp 100.000 Euro
  • Kaufkurs: durchschnittlich 226,82 Euro
  • Timing: Während der laufenden Konsolidierungsphase
  • Signal: Familie bewertet aktuelle Bewertung als zu niedrig

Solche "Directors' Dealings" haben Gewicht. Insider verfügen über Informationen zum operativen Geschäftsverlauf, die dem Markt oft erst Wochen später zugänglich werden. Dass gleich zwei Familienmitglieder auf diesem Niveau zugreifen, deutet auf Überzeugung hin.

Dreifacher Boden unter dem Kurs

Die Insider-Käufe sind nicht das einzige Polster. Siemens selbst bleibt aktiv: Allein zwischen dem 17. und 23. November kaufte der Konzern über 350.000 eigene Aktien zurück. Diese konstante Nachfrage stabilisiert den Kurs in Schwächephasen und signalisiert ebenfalls Vertrauen in die Bewertung.

Hinzu kommt die Dividendenstrategie. Für das abgelaufene Geschäftsjahr steht eine Ausschüttung von 5,35 Euro je Aktie auf der Agenda – eine Steigerung gegenüber den 5,20 Euro des Vorjahres. Bei einem Kurs von 228,30 Euro ergibt sich daraus eine Rendite von 2,3 Prozent. Für institutionelle Investoren ein solides Fundament, gerade in volatilen Zeiten.

Analysten bleiben optimistisch

Jefferies bestätigt trotz einer Kurszielreduktion von 291 auf 277 Euro das "Buy"-Rating. Analyst Rizk Maidi verweist auf strategische Optionen: Eine Reduzierung des Anteils an Siemens Healthineers unter 60 Prozent würde Kapital freisetzen und den Fokus auf das Kerngeschäft schärfen.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt aktuell rund 9,7 Prozent. Zum Jahrestief bei 162,38 Euro sind es komfortabel über 40 Prozent – der langfristige Aufwärtstrend bleibt intakt.

Was bedeutet das für Anleger?

Die Konstellation ist eindeutig: Insider kaufen, das Unternehmen kauft zurück, die Dividende steigt. Das Kursniveau um 227 Euro wird offenbar von "Smart Money" als attraktiv definiert. Die Familie Siemens hat ihr Votum abgegeben – und das mit echtem Geld.

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