Der Technologiekonzern treibt seine Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz voran und wählt dafür einen bemerkenswerten geografischen Ansatz. Während in China die Software-Partnerschaft mit Alibaba vertieft wird, fließen dreistellige Millionenbeträge in die US-amerikanische Hardware-Infrastruktur. An der Börse sorgt diese zweigleisige Strategie aktuell allerdings kaum für Euphorie.

Software-Allianz in Fernost

Auf dem jüngsten RXD Summit in Peking präsentierte das Unternehmen vor über 2.000 Branchenvertretern ein erweitertes industrielles KI-Betriebssystem. Im Zentrum der asiatischen Strategie steht eine vertiefte Kooperation mit Alibaba. Ziel ist es, fortschrittliche Simulationssoftware in die Cloud zu verlagern und Alibabas "Qwen" Sprachmodelle in die eigenen Management-Systeme zu integrieren. Flankiert wird dieser Schritt von 26 neuen Steuerungstechnologien, die KI-gesteuerte Entscheidungen direkt in den Fabriken und Lieferketten ermöglichen sollen. Siemens verbindet hier gezielt lokale Innovationen mit der eigenen globalen Expertise.

Fokus auf US-Infrastruktur

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Parallel zu den Software-Initiativen in Asien stärkt der Konzern seine physische Präsenz in den Vereinigten Staaten. Mit einer Investition von über 165 Millionen US-Dollar erweitert Siemens seine Produktionsanlagen für elektrische Infrastruktur in North und South Carolina. Die dort künftig gefertigten Stromverteilungs- und Kühlsysteme sind essenziell, um den enormen Energiehunger und die Hitzeentwicklung neuer KI-Rechenzentren zu bewältigen. Durch die Expansion, die eine schnellere Bereitstellung der Anlagen vor Ort garantieren soll, entstehen 350 neue Arbeitsplätze.

Trotz dieser klaren strategischen Positionierung im Wachstumsmarkt KI reagieren Anleger derzeit zurückhaltend. Der Kurs gab am Freitag um 2,12 Prozent auf 205,15 Euro nach. Damit weitet sich das Minus seit Jahresbeginn auf fast 15 Prozent aus, was die aktuelle Diskrepanz zwischen operativen Fortschritten und der Marktbewertung unterstreicht.

Mit der Kombination aus lokaler Software-Entwicklung in China und dem Ausbau der Hardware-Fertigung in den USA positioniert sich der Konzern als essenzieller Ausrüster der digitalen Transformation. Gelingt es dem Management um CEO Roland Busch, die neuen US-Kapazitäten zügig auszulasten und die Alibaba-Partnerschaft in zählbare Umsätze zu verwandeln, schafft dies die fundamentale Basis für eine mittelfristige Neubewertung der Aktie.

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