Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran versetzt die globalen Energiemärkte in den Ausnahmezustand. Während die faktische Schließung der Straße von Hormus den Ölpreis massiv in die Höhe schnellen lässt, rücken die Papiere großer Energiekonzerne in den Fokus. Für Shell birgt die geopolitische Krise neben kurzfristigen Gewinnchancen auf der Handelsseite jedoch auch erhebliche operative Risiken.

Nadelöhr Straße von Hormus

Treiber der massiven Marktbewegungen ist die Blockade der wichtigsten maritimen Ölroute der Welt. Täglich passieren etwa 20 Prozent des weltweiten Ölkonsums die Straße von Hormus. Da rund ein Fünftel der Öl- und Gasproduktion von Shell aus dem Nahen Osten stammt, treffen die dortigen Ausfälle den Konzern direkt. Höhere Notierungen für Rohöl und Flüssiggas (LNG) stützen zwar grundsätzlich die Margen im Handelsgeschäft, doch gleichzeitig drohen physische Lieferausfälle, nachdem der Tankerverkehr im Konfliktgebiet weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Auch die für den europäischen Markt essenziellen LNG-Exporte aus Katar sind von der Sperrung betroffen.

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Im Gegensatz zum schwächelnden Gesamtmarkt reagieren Energieaktien mit Aufschlägen auf die Angebotssorgen. Die Shell-Aktie markierte mit 36,92 Euro exakt ihr aktuelles 52-Wochen-Hoch und verzeichnete damit allein in den vergangenen 30 Tagen ein starkes Plus von knapp 16 Prozent. Zusätzliche Unterstützung erhält der Kurs durch das strikte Kapitalrückführungsprogramm des Unternehmens. Erst in den vergangenen Tagen hat Shell im Rahmen des laufenden 3,5-Milliarden-Dollar-Programms täglich bis zu zwei Millionen eigene Aktien zurückgekauft und vernichtet.

Solides Fundament trifft auf juristischen Rückschlag

Finanziell steht der Konzern gut gerüstet da, um Marktverwerfungen abzufedern. Für das abgelaufene Jahr 2025 wies Shell einen bereinigten Gewinn von 18,5 Milliarden US-Dollar sowie einen robusten freien Cashflow von rund 26 Milliarden US-Dollar aus. Ein rechtlicher Rückschlag dämpfte jedoch zuletzt die operative Bilanz: Im Streit mit dem LNG-Produzenten Venture Global lehnte ein New Yorker Richter den Einspruch von Shell gegen einen Schiedsspruch ab. Damit ist der juristische Weg in dieser Angelegenheit für den britischen Konzern vorerst beendet.

Wie stark sich die aktuelle Nahost-Krise tatsächlich auf das operative Geschäft auswirkt, wird sich bereits in Kürze konkretisieren. Am 16. März präsentiert Shell seinen strategischen LNG-Ausblick. Anleger erhalten an diesem Datum entscheidende Einblicke, wie das Management die akuten Ausfallrisiken im Nahen Osten steuert und inwieweit alternative Lieferrouten die blockierten Handelswege kompensieren können.

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