ServiceNow hat Anfang März 2026 eine bemerkenswerte Erholung hingelegt. Nach monatelangem Abwärtstrend sorgen neue KI-Produkte für den öffentlichen Sektor und eine Neubewertung von Enterprise-Software-Titeln für frischen Wind. Die Aktie kletterte am 7. März auf 124,34 Dollar – ein deutlicher Sprung vom Vortagesschluss bei 120,38 Dollar.

Das Handelsvolumen lag mit 25,97 Millionen Aktien spürbar über dem Tagesdurchschnitt von 20,62 Millionen. Die 52-Wochen-Spanne reicht von 98,00 bis 211,48 Dollar und zeigt, wie volatil die Bewertung zuletzt war. Von Dezember 2025 bis Anfang März hatte ServiceNow trotz solider Fundamentaldaten – plus 4,8 Prozent Umsatzwachstum und 21 Prozent mehr Abonnements im vierten Quartal – rund 34 Prozent an Wert verloren.

KI-Produkte treiben Kurs um fünf Prozent nach oben

Der jüngste Aufschwung hat einen klaren Auslöser: Am 5. März sprang die Aktie im Vormittagshandel um 5,2 Prozent, nachdem ServiceNow leistungsstarke KI-Lösungen für Behörden vorgestellt hatte. Auf dem jährlichen Government Forum präsentierte das Unternehmen „EmployeeWorks", das mittels Conversational AI Behördenmitarbeiter unterstützt, sowie „Autonomous Workforce" – KI-Spezialisten für sichere Regierungs-Cloud-Umgebungen.

Die Produktoffensive folgt der Übernahme von Moveworks und einer Partnerschaft mit Autonomize AI für KI-gestützte Healthcare-Lösungen. Forrester ernannte ServiceNow zum Leader für Public-Sector-Lösungen und lobte die „aggressive KI-Strategie". Bereits am 26. Februar hatte ServiceNow mit Autonomous Workforce eine autonome Lösungsrate von 90 Prozent bei IT-Anfragen versprochen. Die Nutzung von AI Agent Assist ist seit Mai 2025 um das 55-fache gestiegen.

Solide Quartalszahlen trotz Marktturbulenzen

Das operative Geschäft läuft weiter rund. Im vierten Quartal 2025 stieg der Abo-Umsatz auf 3,47 Milliarden Dollar – ein Plus von 21 Prozent zum Vorjahr. Die Current Remaining Performance Obligations (cRPO), also erwartete Vertragsumsätze der nächsten zwölf Monate, kletterten um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar.

Für 2026 peilt ServiceNow Abo-Erlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von knapp 20 Prozent entspricht. Die operative Marge soll auf 32 Prozent steigen, die Free-Cashflow-Marge auf 36 Prozent. Das Unternehmen kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar an. Der jährliche Vertragswert (ACV) von Now Assist hat bereits 600 Millionen Dollar überschritten – Ziel sind eine Milliarde Dollar für 2026.

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Cybersecurity-Coup mit Armis-Übernahme

Parallel zum KI-Push setzt ServiceNow auf einen strategischen Schwenk in die Cybersicherheit. Die geplante Übernahme von Armis für 7,75 Milliarden Dollar in bar ist die bislang größte Akquisition des Unternehmens und die vierte im Cybersecurity-Bereich innerhalb eines Jahres. Der Deal soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden.

Mit Armis will ServiceNow seine Marktchancen im Bereich Security und Risk mehr als verdreifachen und die Roadmap für autonome, proaktive Cybersicherheit beschleunigen. Das Security-Geschäft hatte bereits im dritten Quartal 2025 die Marke von einer Milliarde Dollar ACV überschritten. Laut Branchenprognosen sollen die weltweiten Ausgaben für Informationssicherheit 2026 um 12,5 Prozent auf 240 Milliarden Dollar steigen – getrieben auch durch KI-Einführung.

SaaS-Sektor unter Druck

Die Erholung von ServiceNow findet vor dem Hintergrund einer breiten Abverkaufswelle bei Software-as-a-Service-Titeln statt. Investoren befürchten, dass Unternehmen künftig eigene Lösungen mittels KI-gestützter Programmierung entwickeln oder dass KI die Software-Ebene ganz umgeht. Eine Verschiebung von Self-Hosted- zu Hyperscaler-basierten Angeboten dürfte im ersten Quartal 2026 das Abo-Wachstum um rund 150 Basispunkte bremsen.

Analysten betonen jedoch, ServiceNows Plattform sei das „Bindeglied", das Kundendaten mit Workflows verknüpft – eine tief integrierte Infrastruktur, die sich nicht einfach austauschen lässt. Die nächsten Quartalszahlen am 29. April 2026 werden zeigen, ob die KI-Monetarisierung Fahrt aufnimmt und die ehrgeizige Umsatzprognose hält.

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