Starke Geschäftszahlen, bullische Analysten — und trotzdem ein Kursverlust von rund 30 Prozent seit Jahresbeginn. Bei ServiceNow klafft derzeit eine ungewöhnlich breite Lücke zwischen dem, was das Unternehmen liefert, und dem, was der Markt honoriert.

Technisches Bild bleibt belastet

Die Aktie notiert deutlich unterhalb ihrer 20-, 50- und 200-Tage-Linie — ein Zeichen, dass der Verkaufsdruck über alle Zeithorizonte anhält. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 211,48 Dollar, das Tief bei 98,00 Dollar. Zuletzt wurde ein Kurs von rund 102,50 Dollar erreicht.

Gleichzeitig zeigen mehrere technische Indikatoren — darunter RSI und Stochastic RSI — überverkaufte Niveaus an. Das deutet auf eine erschöpfte Abwärtsdynamik hin, nicht zwingend auf eine unmittelbare Trendwende. Optionshändler positionieren sich mehrheitlich vorsichtig bis leicht bearish.

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Solide Fundamentaldaten, neues KI-Produkt

Das operative Geschäft liefert unterdessen weiterhin. Im zuletzt berichteten Quartal stieg der freie Cashflow um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar, die verbleibenden Leistungsverpflichtungen wuchsen um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management Abonnementumsätze zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar — ein Wachstum von rund 19,5 bis 20 Prozent in konstanten Währungen.

Auf Produktseite hat ServiceNow die sogenannte Autonomous Workforce vorgestellt: KI-Spezialisten, die Unternehmensaufgaben eigenständig ausführen sollen. Interne Tests zeigen, dass über 90 Prozent der IT-Anfragen von Mitarbeitern automatisch bearbeitet wurden. Erste Kunden sind CVS Health, die Stadt Raleigh und Siemens Healthineers. Parallel dazu ist EmployeeWorks — eine Kombination aus Moveworks-KI und dem ServiceNow-Portal — bereits allgemein verfügbar. Die Autonomous Workforce befindet sich noch in einer kontrollierten Markteinführung, die breite Verfügbarkeit ist für Q2 2026 geplant.

33 Analysten, ein Termin

Von 33 Wall-Street-Analysten hält die Mehrheit an einem "Strong Buy"-Rating fest, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 188,90 Dollar — fast dem Doppelten des aktuellen Kurses. Jefferies argumentiert, ServiceNow werde gemeinsam mit anderen Softwaretiteln zu Unrecht für KI-Wettbewerbssorgen abgestraft.

Den nächsten konkreten Prüfstein liefert der 29. April 2026: Dann veröffentlicht ServiceNow nach Börsenschluss die Quartalszahlen für Q1 2026. Analysten erwarten einen Umsatz von 3,74 Milliarden Dollar. Ob das reicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird sich an diesem Tag zeigen — die Lücke zwischen Analystenkonsens und Kursniveau ist jedenfalls selten so groß gewesen.

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