Der Softwarekonzern SAP hat am Freitag die Übernahme von Reltio verkündet — einem US-Spezialisten für Stammdatenmanagement. Das Timing ist bemerkenswert: Während das Unternehmen strategisch in KI-Infrastruktur investiert, notiert die Aktie auf einem neuen 52-Wochen-Tief von 142,34 Euro. Seit dem Allzeithoch im vergangenen Sommer hat das Papier fast die Hälfte seines Werts eingebüßt.

Reltio soll KI-Daten fit machen

Hinter der Akquisition steckt eine klare Logik. KI-Anwendungen wie SAPsDigitalassistent Joule scheitern in der Praxis oft an fragmentierten, inkonsistenten Unternehmensdaten. Reltio bereinigt und vereinheitlicht genau diese Datenbestände — sowohl aus SAP- als auch aus Fremdsystemen. Nach Abschluss der Transaktion, der für das zweite oder dritte Quartal 2026 erwartet wird, soll Reltio als Kernfunktion in die SAP Business Data Cloud integriert werden, bleibt aber auch als eigenständiges Produkt verfügbar. Finanzielle Details nannte SAP nicht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Bewertung auf historisch niedrigem Niveau

Die Kursschwäche spiegelt eine branchenweite Neubewertung des Softwaresektors wider, verstärkt durch Unsicherheiten rund um das Cloud-Wachstum. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 21 — auf Basis der Analysten-Konsensschätzung von 6,94 Euro Gewinn je Aktie für 2026 — liegt SAP historisch betrachtet am unteren Ende seiner eigenen Bewertungsspanne.

Die UBS sieht genau hier eine Chance. Die Analysten bestätigten ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 205 Euro und argumentieren, SAP sei aufgrund der Komplexität seiner Lösungen gut gegen KI-Substitution geschützt. Hinzu kommt eine Dividendenerhöhung auf 2,50 Euro je Aktie, die auf der Hauptversammlung am 5. Mai zur Abstimmung steht — ein Plus von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der nächste konkrete Prüfstein ist der 23. April 2026, wenn SAP die Zahlen zum ersten Quartal vorlegt. Investoren werden dabei vor allem den Current Cloud Backlog im Blick haben — der Indikator zeigt, ob die KI-Strategie und der Wechsel zu verbrauchsbasierter Abrechnung bereits messbare Dynamik entfalten.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 29. März liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...