SAP Aktie: Nähe am Jahrestief
Starke Jahreszahlen, ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Milliarden-Volumen — und trotzdem notiert die SAP-Aktie nahe ihrem 52-Wochen-Tief. Der Markt schaut offenbar woanders hin.
Warum der Kurs trotz guter Zahlen nachgibt
Das Geschäftsjahr 2025 lieferte auf den ersten Blick beeindruckende Ergebnisse: Der Cloud-Umsatz wuchs um 23 Prozent auf 21 Mrd. Euro, der Nettogewinn verdoppelte sich auf 7,5 Mrd. Euro, der Free Cashflow legte um 95 Prozent zu. Was Anleger dennoch störte: Der kurzfristige Cloud-Vertragsbestand verfehlte das eigene Ziel um einen Prozentpunkt — ein kleines Minus mit großer Signalwirkung, denn das Cloud-Geschäft gilt als wichtigster Wachstumstreiber.
Hinzu kommt ein breiteres Umfeld, das Softwarewerten zuletzt wenig Rückenwind gegeben hat. Die Sorge, dass KI-Anwendungen etablierte Softwaremodelle unter Druck setzen könnten, belastet die gesamte Branche.
Beim März-Patchday kamen weitere schlechte Nachrichten: SAP meldete 15 neue Sicherheitslücken, darunter zwei kritische. Die schwerwiegendste betrifft eine Code-Injection-Schwachstelle in SAP Quotation Management Insurance mit einem CVSS-Score von 9,8, die Remote-Execution ermöglicht. Eine zweite kritische Lücke im NetWeaver Enterprise Portal könnte Identity-Services und Integrations-Layer gefährden.
Rückkauf und Kursziele
SAP steuert aktiv gegen: Ein neues zweijähriges Rückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 10 Mrd. Euro läuft, dazu schlägt der Vorstand eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor. Allein in der Woche vom 2. bis 6. März wurden 50.000 Aktien zurückgekauft.
Analysten haben ihre Kursziele zuletzt deutlich nach unten angepasst:
- Barclays: Kursziel auf 283 USD gesenkt (von 348 USD), Rating Overweight
- BMO Capital: Kursziel auf 245 USD gesenkt (von 320 USD), Rating Outperform
- Citi: Kursziel auf 225 Euro gesenkt (von 280 Euro)
- Rothschild & Co Redburn: Kursziel auf 290 Euro gesenkt (von 300 Euro)
Die positiven Ratings bleiben trotz der Korrekturen bestehen — der Konsens ist konstruktiv, die Erwartungen aber gedämpft.
Für 2026 plant SAP ein Wachstum im Cloud-Segment von 23 bis 25 Prozent. Der nächste Gradmesser kommt am 23. April mit den Q1-Zahlen. Zeigen sich dort erste kommerzielle Erfolge des KI-Copiloten Joule — aktuell in über 210 Anwendungsfällen im Einsatz —, könnte das den Druck auf den Kurs merklich mildern.
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