SAP Aktie: Sicherheitslücken gestopft
SAP hat seinen monatlichen Patch Day abgehalten — und der fiel diesmal ungewöhnlich gewichtig aus. Gleichzeitig meldeten mehrere Führungskräfte Aktienverkäufe, was auf den ersten Blick nach mehr aussieht, als es ist.
Zwei kritische Schwachstellen im Fokus
Insgesamt 15 Sicherheitshinweise umfasste das jüngste Update. Zwei davon stufte SAP als kritisch ein. Die gravierendste Lücke betraf die Anwendung Quotation Management Insurance und erhielt einen CVSS-Score von 9,8 — der höchstmögliche Wert liegt bei 10. Ursache war eine veraltete Version von Apache Log4j, die unauthentifizierten Angreifern theoretisch ermöglicht hätte, aus der Ferne beliebigen Code auf betroffenen Servern auszuführen.
Eine zweite kritische Schwachstelle mit einem Score von 9,1 wurde in der Administration des NetWeaver Enterprise Portals behoben. Dort konnten Angreifer über eine unzureichende Inhaltsvalidierung potenziell Schadcode ins Netzwerk einschleusen. Hinzu kam eine hoch eingestufte Lücke im Supply Chain Management mit Denial-of-Service-Risiko. Die übrigen zwölf Updates adressierten Schwachstellen mit geringerem Risiko, darunter fehlende Berechtigungsprüfungen und SQL-Injection-Probleme in Business One und Business Warehouse.
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Insider-Verkäufe ohne Signalwirkung
Parallel dazu wurden Transaktionen aus dem Führungskreis gemeldet. Die Vorstandsmitglieder Muhammad Alam und Sebastian Steinhäuser sowie Aufsichtsrätin Marielle Ehrmann veräußerten Anteile im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms „MOVE SAP". Alam verkaufte dabei Papiere im Gesamtvolumen von rund 142.000 Euro zu Kursen um 167,90 Euro. Die Verkäufe dienten der Begleichung steuerlicher Abgaben — ein Standardvorgang bei solchen Programmen, der keine Rückschlüsse auf die operative Einschätzung des Managements zulässt.
Unterdessen kauft SAP selbst aktiv zurück: In der ersten Märzwoche erwarb der Konzern über fünf Handelstage hinweg 50.000 eigene Aktien über Xetra, zu Preisen zwischen 163 und 173 Euro. Diese Nachfrage stützt den Kurs in einer Phase, in der die Aktie noch die Folgen des Januareinbruchs verdaut. Damals hatte das Cloud-Auftragsbestandswachstum von 25 Prozent — leicht unter den Markterwartungen — für Verkaufsdruck gesorgt. Seither notiert das Papier knapp 24 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts und bewegt sich nahe dem 52-Wochen-Tief von 164,96 Euro.
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