SAP stellt die Weichen in der Kundenbetreuung neu – und koppelt das direkt an Cloud und Künstliche Intelligenz. Ab April bündelt der Konzern zentrale Bereiche in einer neuen Einheit und modernisiert parallel sein Support-Portfolio. Die Idee dahinter: Kunden sollen schneller messbaren Nutzen aus Cloud- und KI-Projekten ziehen.

Neue Einheit, klarer Verantwortlicher

Zum 1. April 2026 führt SAP Customer Success sowie Customer Services & Delivery in der neuen „Customer Value Group“ zusammen. Das soll das kundenorientierte Betriebsmodell stärken und eine durchgängige End-to-End-Erfahrung liefern – vom ersten Kontakt bis zur späteren Wertrealisierung.

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An der Spitze steht Thomas Saueressig, dessen Rolle zum Chief Customer Officer erweitert wird. Er verantwortet künftig die gesamte Customer Journey: von Vertrieb und Delivery über Services und Support bis hin zu Adoption, Verlängerung und Ausbau von Cloud- und KI-Lösungen. Saueressig ist seit 2004 bei SAP und sitzt seit 2019 im Vorstand.

Services & Support: Drei Stufen für Cloud und KI

Parallel zur Organisationsreform überarbeitet SAP das gesamte Services- und Support-Angebot. Künftig gibt es ein gestuftes Modell mit drei Paketen: Foundational Success Plan, Advanced Success Plan und Max Success Plan.

Der Foundational Success Plan ist in jeder SAP-Cloud-Lösung enthalten. Er umfasst grundlegendes Onboarding, technischen Cloud-Betrieb und präventiven Support – inklusive kuratierter Inhalte, Lernressourcen und KI-gestütztem Support ohne Zusatzkosten. Der Max Success Plan zielt auf Kunden mit komplexen Transformationen und schneller KI-Einführung. Dazu gehören unter anderem dedizierte Success Plan Manager, prozessübergreifende Verbesserungen und Zugang zu kundenspezifischer Prototypenentwicklung.

Die Stoßrichtung ist klar: SAP will nicht nur Software bereitstellen, sondern stärker als Partner durch Transformation und Betrieb führen. Doch was bringt das für die Aktie? Kurzfristig ist es vor allem ein Signal, dass SAP die Cloud- und KI-Adoption operativ enger verzahnen will.

Aktie: Erholung, aber der Abstand bleibt

Am Freitag notiert die Aktie bei 173,42 Euro (+1,07%). Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Minus von 32,95% zu Buche, und zum 52‑Wochen‑Hoch (271,60 Euro) fehlen rund 36%. Auch technisch bleibt der Titel angeschlagen: Der Kurs liegt etwa 21% unter dem 200‑Tage‑Durchschnitt (219,59 Euro).

Der Schritt kommt nicht im luftleeren Raum. Im Quelltext wird als Belastungsfaktor die Enttäuschung über den Cloud-Auftragsbestand im vierten Quartal 2025 genannt, der die ansonsten soliden Jahreszahlen überlagert hatte.

Zum Fundament gehören diese 2025er Kennzahlen: Cloud-Umsatz 21,02 Mrd. Euro (+23%), Gesamtumsatz 36,80 Mrd. Euro (+8%), Cloud-Backlog 77,29 Mrd. Euro (+22%), IFRS-Betriebsgewinn 9,83 Mrd. Euro (+111%) und Free Cash Flow 8,24 Mrd. Euro (+95%). Außerdem schlagen Vorstand und Aufsichtsrat eine Dividende von 2,50 Euro je Aktie vor und kündigten ein zweijähriges Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Mrd. Euro an.

Als nächster fixer Termin gilt der 23. April 2026 (Quartalsergebnisse). Dort dürfte besonders wichtig werden, ob SAP bei Cloud- und Enterprise-KI-Adoption – rund um S/4HANA und das Business Network – konkrete Fortschritte vorweisen kann.

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