Um sich in einem volatilen Marktumfeld abzusichern, greift SanDisk tief in die Tasche. Der Speicherspezialist investiert rund eine Milliarde US-Dollar in den taiwanesischen Konkurrenten Nanya Technology und sichert sich so langfristig wichtige Bauteile. Die Börse reagiert am Mittwoch allerdings wenig begeistert auf diesen strategischen Schachzug.

Strategische Absicherung in Taiwan

Über die Tochtergesellschaft Sandisk Technologies fließen die Mittel in rund 139 Millionen Aktien von Nanya Technology. Das entspricht einem Anteil von 3,9 Prozent an dem taiwanesischen Unternehmen. SanDisk erhielt die Papiere mit einem Abschlag von 15 Prozent auf den 30-Tage-Durchschnittspreis. Im Gegenzug akzeptierte das Management eine dreijährige Haltefrist, in der die erworbenen Aktien nicht verkauft werden dürfen.

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Der eigentliche Kern des Deals ist jedoch ein mehrjähriger Liefervertrag für DRAM-Speicher. Damit will SanDisk den eigenen Zugang zu kritischen Komponenten stabilisieren, während die weltweite Nachfrage nach Halbleitern weiterhin starken Schwankungen unterliegt.

Rote Vorzeichen trotz Rekordzahlen

Anleger schickten die Papiere im frühen Mittwochshandel dennoch um rund sechs Prozent ins Minus. Dieser Kursrückgang steht im Kontrast zur jüngsten operativen Entwicklung. Erst Ende Januar hatte das seit 2025 wieder von Western Digital abgespaltene und eigenständige Unternehmen die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der Gewinn je Aktie lag im zweiten Geschäftsquartal bei 6,20 US-Dollar und fiel damit fast doppelt so hoch aus wie prognostiziert. Auch der Umsatz kletterte im Quartalsvergleich um gut 31 Prozent auf 3,03 Milliarden US-Dollar.

Möglicherweise nehmen einige Investoren angesichts der hohen Investitionssumme in Taiwan nun Gewinne mit. Dazu passt das Verhalten von Insidern: Aufsichtsratsmitglied Miyuki Suzuki reduzierte ihr privates Aktienpaket kürzlich um gut 26 Prozent.

Analysten bleiben optimistisch

Die Experten an der Wall Street bewerten die Aussichten für den 103 Milliarden US-Dollar schweren Konzern weiterhin positiv. Von 17 Analysten rät derzeit niemand zum Verkauf der Papiere. Die deutliche Mehrheit empfiehlt den Kauf, während 24 Prozent eine Halteposition bevorzugen. Das durchschnittliche Kursziel liegt aktuell bei 594,48 US-Dollar. Mit der neuen Liefervereinbarung im Rücken hat SanDisk nun die strukturellen Weichen gestellt, um die starke operative Entwicklung der vergangenen Monate abzusichern.

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