Salesforce greift zu historischen Maßnahmen, um den eigenen Aktienkurs zu stützen. Das Softwareunternehmen hat ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm im Wert von 25 Milliarden US-Dollar gestartet – das größte der Unternehmensgeschichte. Dennoch rutscht der Kurs weiter ab, während Anleger an den künftigen Wachstumsaussichten im KI-Zeitalter zweifeln.

Um diese gigantische Kapitalrückführung zu finanzieren, nimmt der Konzern in hohem Maße Fremdkapital auf. Salesforce platzierte Anleihen im Wert von 25 Milliarden US-Dollar und sicherte sich einen neuen Kredit über sechs Milliarden US-Dollar. Es handelt sich um eine der größten Kreditaufnahmen im Tech-Sektor für das Jahr 2026. Das Ziel dieser Maßnahme ist die sofortige Auslieferung von rund 103 Millionen Aktien, was exakt der Hälfte des im Februar genehmigten Gesamtrahmens entspricht.

Wachstumsängste belasten den Kurs

Bislang zeigt die Strategie am Markt kaum Wirkung. Zwischen Ende Dezember 2025 und März 2026 verlor das Papier rund 31 Prozent an Wert. Aktuell notiert der Titel bei 162,48 Euro und hat sich damit weit vom 52-Wochen-Hoch entfernt. Verantwortlich für den Kursrutsch sind vor allem enttäuschte Erwartungen. Die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 signalisiert mit einem erwarteten Plus von 10 bis 11 Prozent eine deutliche Verlangsamung. Investoren hatten sich durch neue KI-Produkte eine stärkere Beschleunigung erhofft.

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Zusätzlich drückt das makroökonomische Umfeld auf die Stimmung. Der auf 4,39 Prozent gestiegene Zinssatz zehnjähriger US-Staatsanleihen erhöht den Diskontierungssatz für zukünftige Cashflows. Dies führt branchenweit zu sinkenden Bewertungs-Multiplikatoren bei Wachstumsaktien.

Insider greifen zu

Operativ liefert der Konzern durchaus solide Argumente gegen den Abwärtstrend. Im vierten Quartal übertraf Salesforce mit einem Gewinn von 3,81 US-Dollar je Aktie die Analystenschätzungen von 3,05 US-Dollar deutlich. Auch die neuen Agentforce-KI-Lösungen verzeichnen prestigeträchtige Erfolge bei US-Behörden, darunter das Gesundheitsministerium und das Arbeitsministerium.

Diese operative Stabilität ruft nun Unternehmensinsider auf den Plan. Die Vorstandsmitglieder Laura Alber und David Kirk nutzten das gesunkene Kursniveau Mitte März für ihre ersten Käufe am offenen Markt seit Jahren. Auch institutionelle Investoren wie Exchange Traded Concepts bauten ihre Positionen im Vorfeld laut aktuellen SEC-Meldungen signifikant aus.

Das zentrale Spannungsfeld für das Unternehmen bleibt klar definiert: Die neuen KI- und Datenprodukte müssen das Wachstum ankurbeln, bevor das klassische CRM-Kerngeschäft eine Marktsättigung erreicht. Die endgültige Abrechnung des historischen Aktienrückkaufs wird erst im dritten oder vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet. Bis dahin vergehen noch Monate, in denen sich die volle Reduzierung der Aktienanzahl erst schrittweise entfalten wird.

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