Salesforce meldet sich nach schwachem Jahresstart mit einer Kursrally zurück – und präsentiert zeitgleich einen spektakulären Beweis dafür, dass die KI-Plattform Agentforce nicht nur Zukunftsmusik ist. Die Partnerschaft mit der Formel 1 zeigt: Salesforce' KI-Agenten funktionieren bereits im Massenmarkt. Doch reicht das, um skeptische Anleger zu überzeugen?

Formel 1 setzt auf Agentforce

Am 3. März kündigten Salesforce und die Formel 1 einen neuen KI-gestützten Fan-Assistenten an, der 827 Millionen Motorsport-Fans weltweit rund um die Uhr betreuen soll. Der digitale Begleiter startet zunächst auf F1.com und soll vor allem die komplexen neuen Regeln der Saison 2026 erklären – die größte technische Umwälzung in der 76-jährigen Geschichte der Rennserie.

Hinter der Ankündigung steckt eine mehrjährige Partnerschaft, die bereits seit 2022 läuft. Salesforce hat seine Agentforce-Produkte längst tief in die Systeme der Formel 1 integriert: 80 Prozent der Kundenanfragen werden innerhalb von vier Stunden gelöst, die durchschnittliche Antwortzeit sank um 80 Prozent. Marketing-Kampagnen mit KI-empfohlenen Inhalten steigerten die Klickraten um 22 Prozent.

Die erweiterte Kooperation umfasst zudem eine stärkere Trackside-Präsenz, den Status als offizieller Partner beim Las Vegas Grand Prix und verstärkte Unterstützung für die F1 Academy.

Erholungsrally nach Kursrutsch

Zeitgleich legte die Aktie am 5. März um 4,5 Prozent zu – eine Erholungsbewegung, die Analysten als Gegenschlag nach den herben Verlusten seit Jahresbeginn werten. Das Papier notierte zeitweise nahe dem 52-Wochen-Tief von 174,57 US-Dollar und verlor seit Januar rund 27 Prozent an Wert. Die gesamte Software-Branche steht unter Druck, weil Investoren fürchten, dass generative KI klassische SaaS-Geschäftsmodelle überflüssig machen könnte.

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Doch Salesforce geht den umgekehrten Weg: Das Unternehmen setzt voll auf KI-Agenten und positioniert sich mit der 8-Milliarden-Übernahme von Informatica als zentrale Plattform, von der aus Unternehmen autonome Software-Helfer starten können. Citigroup hob das Kursziel am 3. März von 197 auf 200 US-Dollar an – bei neutraler Einstufung.

Starke Zahlen, gedämpfte Reaktion

Das Geschäftsjahr 2026 schloss Salesforce Ende Februar mit Rekordzahlen ab: Der Umsatz stieg auf 41,5 Milliarden US-Dollar (plus 10 Prozent), im vierten Quartal allein auf 11,2 Milliarden (plus 12 Prozent). Der Gewinn je Aktie von 3,81 US-Dollar übertraf die Analystenschätzung von 3,05 US-Dollar deutlich.

Die Agentforce-Plattform entwickelt sich zum Wachstumstreiber: Der wiederkehrende Umsatz (ARR) aus Agentforce erreichte 800 Millionen US-Dollar – ein Plus von 169 Prozent. Insgesamt schloss Salesforce seit dem Launch mehr als 29.000 Agentforce-Deals ab, 50 Prozent mehr als im Vorquartal.

Trotz dieser Dynamik bleibt die Börse zurückhaltend. Der Grund: Die für das laufende Geschäftsjahr 2027 angekündigten Umsätze von 45,8 bis 46,2 Milliarden US-Dollar bedeuten zwar 10 bis 11 Prozent Wachstum – doch drei Prozentpunkte davon stammen aus der Informatica-Übernahme. Organisch liegt das Wachstum also nur im hohen einstelligen Bereich.

Milliarden für Aktionäre

Salesforce schüttete im Geschäftsjahr 2026 insgesamt 14,3 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre aus – 12,7 Milliarden davon über Aktienrückkäufe. Das neue Rückkaufprogramm über 50 Milliarden US-Dollar ersetzt alle bisherigen Autorisierungen und zählt zu den größten in der Software-Branche. Die Quartalsdividende stieg um 5,8 Prozent auf 0,44 US-Dollar je Aktie.

Für das Geschäftsjahr 2027 rechnet das Management mit einem freien Cashflow von mehr als 16,5 Milliarden US-Dollar – eine solide Basis für die weitere KI-Expansion. Ob die Adoptionsrate von Agentforce jedoch schnell genug steigt, um die Skepsis der Märkte zu durchbrechen, entscheidet sich in den kommenden Quartalen. Die Formel-1-Partnerschaft liefert einen sichtbaren Beweis für die Skalierbarkeit der Technologie – jetzt muss Salesforce zeigen, dass sich dieser Erfolg auch auf breiter Front wiederholen lässt.

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