RWE nutzt sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm weiter konsequent. Mit der laufenden dritten Tranche nähert sich der Energiekonzern dem Ziel, bis Mitte 2026 insgesamt 1,5 Milliarden Euro in eigene Aktien zu investieren – ein klarer Fokus auf Kapitalrückführung und Ergebniseffekt je Aktie. Wie stark stützt dieses Programm aktuell den Kurs?

Dritte Tranche nimmt Fahrt auf

In der ersten Januarwoche 2026 hat RWE über Xetra 435.694 eigene Aktien zurückgekauft. Das Volumen lag bei rund 20,75 Millionen Euro. Die Käufe verteilten sich gleichmäßig über fünf Handelstage und erfolgten zu leicht steigenden Durchschnittskursen zwischen gut 46 und 48 Euro.

Seit Start der dritten Tranche am 3. Dezember 2025 summiert sich der Rückerwerb damit auf 2.139.717 Aktien. Die Umsetzung verläuft damit klar im Rahmen des angekündigten Programms vom November 2024.

Wichtige Fakten auf einen Blick:

  • Gesamtprogramm: 1,5 Mrd. Euro in drei Tranchen à 500 Mio. Euro
  • Aktuelle Tranche (Nr. 3): läuft seit 3. Dezember 2025, geplant bis spätestens 3. Juni 2026
  • Bisher in Tranche 3 zurückgekauft: 2,14 Mio. Aktien
  • Käufe 1. Januarwoche 2026: 435.694 Aktien, ca. 20,75 Mio. Euro
  • Rückkäufe pro Tag: rund 87.000 Aktien, deutlich unter der 25%-Volumengrenze

Die gewichteten Durchschnittspreise der jüngsten Käufe zeigen eine moderate Aufwärtstendenz: Von etwa 46,80 Euro zu Wochenbeginn lagen sie zur Wochenmitte bei 48,25 Euro – ein Plus von rund 3 Prozent innerhalb weniger Tage. RWE greift damit nicht in illiquide Marktphasen ein, sondern bewegt sich mit täglichen Rückkäufen von rund 5 bis 6 Prozent des üblichen Handelsvolumens klar unter der regulatorischen Obergrenze.

Programmstruktur und Kapitalherabsetzung

Das Rückkaufprogramm ist klar strukturiert: Drei Tranchen zu je 500 Millionen Euro bilden den Rahmen. Die erste Tranche wurde bereits im Mai 2025 beendet, die zweite folgte planmäßig am 2. Dezember 2025 mit insgesamt 12,9 Millionen erworbenen Aktien.

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Für die laufende dritte und letzte Tranche gilt:

  • Laufzeit bis spätestens 3. Juni 2026
  • Maximalvolumen: 500 Millionen Euro
  • Obergrenze: 45,6 Millionen Aktien, basierend auf der Ermächtigung der Hauptversammlung vom April 2025

Die Strategie dahinter ist eindeutig: Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen. Damit sinkt die Zahl der ausstehenden Papiere, während der Gewinn auf weniger Anteile verteilt wird – der Gewinn je Aktie steigt rechnerisch. Das Grundkapital von RWE liegt derzeit bei 1,904 Milliarden Euro, verteilt auf 743,8 Millionen Inhaberaktien. Jeder eingezogene Anteilsposten reduziert diesen Bestand und schärft die Kapitalstruktur.

Markttechnische Einordnung und Kursniveau

Der Konzern kauft eigene Aktien in einem Umfeld, in dem der Titel bereits deutlich über den langfristigen Durchschnittslinien notiert. Die Aktie liegt mit rund 48,26 Euro etwa 25 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 38,55 Euro und gut 6 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,19 Euro.

Im Zwölfmonatsvergleich steht ein Anstieg von gut 68 Prozent, auf Sicht von 30 Tagen ein Plus von über 10 Prozent. Gleichzeitig liegt der Kurs noch rund 10 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro. Der RSI von 59,8 signalisiert dabei kein extremes Überkauft-Niveau, sondern eher eine solide, aber nicht überhitzte Aufwärtsphase.

Kurzfristig verläuft die Aktie stabil: Gegenüber gestern ergibt sich kaum Veränderung, und auch die Schwankungen der vergangenen Woche waren moderat. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von knapp 74 Prozent unterstreicht jedoch, dass RWE in den vergangenen Wochen teils kräftige Bewegungen gesehen hat – das Rückkaufprogramm wirkt hier als zusätzlicher Nachfrageanker.

Ausblick: Wichtige Termine voraus

Für die nächsten Monate sind klare Wegmarken gesetzt. Der weitere Verlauf des Rückkaufprogramms wird begleitet von zentralen Finanzterminen:

    1. März 2026: Geschäftsbericht 2025
    1. April 2026: Hauptversammlung
    1. Mai 2026: Dividendenzahlung

Spätestens mit den Jahreszahlen und der Hauptversammlung dürfte RWE präziser zeigen, wie stark Rückkäufe, Dividende und Investitionen in das operative Geschäft zusammenspielen sollen. Für die Aktie bleibt entscheidend, ob der Konzern den eingeschlagenen Kurs der Kapitalrückführung mit einer entsprechend robusten Ergebnisentwicklung unterlegen kann.

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