RWE Aktie: Rally ohne Ende?
Der Essener Energieversorger vollzieht derzeit einen Spagat, den ihm viele Kritiker lange nicht zugetraut haben. Während im Rheinischen Revier das Erbe der Kohle konsequent abgewickelt wird, schafft der Konzern auf hoher See Fakten für die grüne Zukunft. Das Resultat dieser aggressiven Strategie spiegelt sich nicht nur in einer beeindruckenden Jahresperformance wider, sondern sorgt auch bei Analysten für ungewöhnliche Euphorie. Ist das erst der Anfang einer langfristigen Neubewertung oder ist die Luft langsam raus?
Radikaler Umbau nimmt Fahrt auf
Operativ läuft die Maschine auf Hochtouren, und das in zwei völlig entgegengesetzte Richtungen. Auf der einen Seite steht der Abschied von der "Old Economy": In Erkelenz und Hückelhoven fließen derzeit Millionenbeträge, um Gebäude in den Kohledörfern zurückzukaufen – ein klares Signal für den unaufhaltsamen Strukturwandel im Tagebaugebiet.
Doch was bedeutet das für die Zukunftsaussichten? Der Blick richtet sich nach Norden. Für das gewaltige Offshore-Windprojekt "Dogger Bank South" wurden im November wichtige geotechnische Untersuchungen abgeschlossen. Dass hier bereits 50 Meter tief in den Meeresboden gebohrt wird, zeigt: Die Transformation vom Kohle-Riesen zum Erneuerbaren-Champion ist keine bloße Vision mehr, sondern technische Realität.
Experten fast ausnahmslos optimistisch
Diese operative Wende überzeugt auch die Skeptiker an der Wall Street. Das Stimmungsbild ist eindeutig: Satte 85 Prozent der Analysten empfehlen die Aktie aktuell zum Kauf. Lediglich eine verschwindend geringe Minderheit von 5 Prozent rät zum Verkauf.
Trotz der jüngsten Kursgewinne scheint der Titel fundamental nicht überhitzt. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14,60 wird das Unternehmen im Verhältnis zu seinen Ertragschancen moderat bewertet. Auch die Dividendenrendite von 1,73 Prozent bietet eine solide Basis für konservative Anleger.
Die Faktenlage im Überblick:
- Analysten-Konsens: Überwältigende Mehrheit (85 %) rät zum Einstieg.
- Performance-Treiber: Seit Jahresanfang legte der Titel um 48,17 % zu.
- Zukunftsmusik: Offshore-Projekt "Dogger Bank South" erreicht nächsten Meilenstein.
- Bewertung: Ein KGV von 14,60 signalisiert trotz Rally noch kein teures Niveau.
Bullenmarkt in Zahlen
Der Optimismus der Experten deckt sich mit der technischen Verfassung des Papiers. Die Aktie kennt in diesem Jahr fast nur eine Richtung: nach oben. Mit einem Schlusskurs von 43,80 Euro am Freitag bestätigt der Titel seine starke Form.
Besonders beeindruckend ist der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt, der mittlerweile über 21 Prozent beträgt – ein Indikator für einen gefestigten Aufwärtstrend. Zwar notiert der Kurs noch rund 6 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch, doch die Tuchfühlung zur Spitze bleibt bestehen.
Die Kombination aus fortschreitendem Portfolio-Umbau und einer günstigen Bewertung lockt weiterhin Käufer an. Gelingt der Ausbruch über die letzten Hochs, dürfte der Weg für eine Fortsetzung der Rally frei sein.
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