Der Essener Energiekonzern RWE schärft sein Profil und treibt den Umbau des Portfolios konsequent voran. Während sich das Unternehmen von seinen Aktivitäten in Schweden trennt, fließt durch eine neue Partnerschaft mit dem Finanzinvestor KKR frisches Milliardenkapital in die Kasse. Diese Fokussierung auf ertragsstarke Kernmärkte kommt am Markt gut an und stützt den jüngsten Aufwärtstrend.

Das sind die aktuellen Entwicklungen:
* Verkauf: Das schwedische Windgeschäft geht an Aneo.
* Partnerschaft: KKR steigt mit 1,8 Milliarden Dollar in britische Offshore-Projekte ein.
* Auktionserfolg: Sicherung von 6,9 Gigawatt Kapazität in Großbritannien.

Rückzug aus Schweden für mehr Fokus

RWE bereinigt das Portfolio um Randaktivitäten. Der Konzern hat eine Vereinbarung mit dem nordischen Unternehmen Aneo unterzeichnet, um seine gesamten Windaktivitäten in Schweden zu veräußern. Das Paket beinhaltet eine Entwicklungspipeline von 1,8 Gigawatt, operative Onshore-Windparks mit 124 Megawatt sowie den Offshore-Park Karehamn.

Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2026 erwartet. Katja Wünschel, CEO von RWE Renewables Europe & Australia, begründet den Schritt mit einer strategischen Konzentration auf Märkte, die ein attraktiveres Wachstum durch Großprojekte versprechen. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Großoffensive in Großbritannien

Im Gegensatz zum Rückzug aus Skandinavien baut RWE die Position im britischen Markt massiv aus. In der jüngsten Offshore-Wind-Auktion sicherte sich das Unternehmen sogenannte Contracts for Difference (CfDs) für insgesamt 6,9 Gigawatt Kapazität. Der fixierte Strike-Preis von 91,20 Pfund pro Megawattstunde (auf Preisbasis 2024) garantiert langfristig stabile Einnahmen.

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Zu den bezuschlagten Projekten gehören die riesigen Windparks Norfolk Vanguard East und West sowie Dogger Bank South, das gemeinsam mit Masdar realisiert wird.

KKR zahlt 1,8 Milliarden Dollar

Um die enormen Investitionskosten für diese Megaprojekte zu stemmen, holt sich RWE einen finanzstarken Partner an Bord. Der US-Finanzinvestor KKR übernimmt einen 50-Prozent-Anteil an den Norfolk Vanguard-Projekten. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 1,8 Milliarden Dollar.

Dieser Deal ist für die Finanzierung essenziell: Das gesamte Investitionsvolumen für die beiden Windparks wird auf über 15 Milliarden Dollar geschätzt. Durch den Anteilsverkauf teilt RWE das Risiko und reduziert den eigenen Kapitalbedarf, behält aber die operative Führung. Die Inbetriebnahme der Parks ist für 2029 und 2030 geplant.

Kursentwicklung und Aktienrückkauf

Die strategische Neuausrichtung spiegelt sich in der Kursentwicklung wider. Die RWE-Aktie notiert aktuell bei 51,36 Euro und hält sich damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro, das Ende Dezember markiert wurde. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von über 77 Prozent.

Gestützt wird der Kurs zusätzlich durch das laufende Aktienrückkaufprogramm. Allein in der Woche bis zum 16. Januar erwarb der Konzern über 420.000 eigene Aktien. Parallel dazu meldete RWE operative Fortschritte im LNG-Geschäft sowie den Abschluss eines Stromliefervertrags (PPA) mit einem Rechenzentrumsbetreiber für die Jahre 2026 bis 2033.

Mit dem Exit in Schweden und der gesicherten Finanzierung für die britischen Großprojekte hat das Management die Weichen für die Ertragsentwicklung der kommenden Jahre gestellt. Der Fokus verschiebt sich nun auf die operative Umsetzung der Offshore-Pipeline bis zum Ende des Jahrzehnts.

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