RWE Aktie: Jetzt wird es ernst!
Die RWE-Aktie steht vor einer möglichen Trendwende. Nach Monaten der Unsicherheit mehren sich die positiven Signale – doch reicht das für eine nachhaltige Erholung?
Die Schweizer Großbank UBS hat am 9. Januar 2026 das Kursziel für den Essener Energieversorger deutlich von 45 auf 55 Euro angehoben. Die Einstufung "Buy" bleibt bestehen. Analystin Wanda Serwinowska sieht das Unternehmen gut positioniert und erwartet für 2026 mehrere Kurstreiber. Sie erhöhte ihre Gewinnprognosen für die Jahre 2025 bis 2028 und zählt die Aktie nun zu ihren Branchenfavoriten.
Was steckt konkret dahinter? Ein Blick auf die operative Entwicklung liefert Antworten.
Wasserstoff-Offensive nimmt Fahrt auf
RWE hat Anfang Januar 2026 in Lingen mit der Inbetriebnahme eines 100-MW-Elektrolyseurs begonnen. Es handelt sich um eine der größten Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff in Europa. Die volle Kapazität soll bis 2027 auf 300 MW ausgebaut werden. Der produzierte Wasserstoff wird langfristig an Industriekunden geliefert, darunter die TotalEnergies-Raffinerie in Leuna im Rahmen eines 15-Jahres-Vertrags.
Diese Entwicklung untermauert die strategische Neuausrichtung des Konzerns. Während die deutsche Gasversorgung unter Druck steht – die Gasspeicher liegen Anfang Januar 2026 mit unter 52 Prozent auf historischem Tief – setzt RWE konsequent auf alternative Energieträger.
Rückkaufprogramm läuft weiter
Parallel arbeitet der Konzern am eigenen Aktienrückkaufprogramm. Im Januar 2026 erwarb der Treuhänder Computershare Trustees Limited für britische RWE-Tochtergesellschaften insgesamt 1.797 Aktien zu einem durchschnittlichen Kurs von 41,18 Pfund über die Frankfurter Börse. Der Gesamtkaufpreis belief sich auf rund 74.000 Pfund. Das Programm war am 18. Dezember 2025 angekündigt worden.
Solche Rückkäufe signalisieren Vertrauen in die eigene Entwicklung – und stützen tendenziell den Kurs.
Gasmarkt als Risikofaktor?
Die angespannte Lage auf dem deutschen Gasmarkt könnte mittelfristig zum Problem werden. Die Füllstände der Speicher liegen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Branchenvertreter kritisieren fehlende Anreize zum Einspeichern und warnen vor möglichen Engpässen bei einem langen Winter. Allerdings dämpfen die LNG-Terminals an Nord- und Ostsee die akuten Versorgungsrisiken.
Für RWE als diversifizierten Energieversorger bedeutet dies: Die Abhängigkeit vom klassischen Gasgeschäft schwindet, während neue Geschäftsfelder wie Wasserstoff an Bedeutung gewinnen.
Die UBS traut der Aktie jedenfalls ein Kurspotenzial von über 20 Prozent zu. Ob die Bären endgültig kapitulieren, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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