Palantir hat seinen neunten AIPCon-Kongress in Miami zum Schauplatz einer bemerkenswerten Ankündigungsserie gemacht. Innerhalb eines einzigen Handelstages präsentierte das Unternehmen neue Partnerschaften in der Militärluftfahrt, der Nuklearenergie, der staatlichen KI-Infrastruktur und dem asiatischen Unternehmensmarkt — ein Schaufenster für die wachsende Reichweite der KI-Plattform.

Die Partnerschaften im Überblick

Mit GE Aerospace wurde eine mehrjährige Partnerschaft zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft militärischer Luftfahrzeuge ausgebaut. Konkret geht es um die Optimierung von Lieferketten, Wartung und Ersatzteilversorgung für die US Air Force — unter anderem für die T-38-Trainingsflugzeuge. KI-Agenten übernehmen dabei repetitive Aufgaben, damit das Personal sich auf komplexere Probleme konzentrieren kann.

Besonders auffällig ist die Kooperation mit Centrus Energy, dem US-Unternehmen, das Amerikas Urananreicherungskapazitäten wiederherstellen soll. Seit Beginn der Zusammenarbeit Ende Januar haben beide Unternehmen nach eigenen Angaben bereits knapp 300 Millionen Dollar an potenziellen Kosteneinsparungen identifiziert — ein konkreter Beleg dafür, wie schnell Palantirs Software in kritischen Infrastrukturbereichen Wirkung entfalten kann.

Gemeinsam mit NVIDIA präsentierte Palantir eine Referenzarchitektur für ein souveränes KI-Betriebssystem, das Regierungen und Unternehmen eine schlüsselfertige KI-Infrastruktur bieten soll — von der Hardware bis zur Anwendung. Das adressierte Marktsegment soll laut McKinsey von rund 150 Milliarden Dollar im Jahr 2025 auf bis zu 600 Milliarden Dollar bis 2030 wachsen. Ergänzt wird das internationale Bild durch eine vertiefte Partnerschaft mit LG CNS, die Palantirs Plattform in den LG-Konzern trägt — von der Fertigung über Logistik bis zur Energieversorgung.

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Starkes Wachstum, umstrittene Bewertung

Der operative Rückenwind ist beträchtlich. Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar — ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das US-Geschäft mit kommerziellen Kunden wuchs sogar um 137 Prozent. Für 2026 peilt das Management einen Umsatz von rund 7,2 Milliarden Dollar an, was einem Wachstum von etwa 61 Prozent entspräche.

UBS hat die Aktie nach einem Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber den Hochs Ende 2025 von „Neutral" auf „Buy" hochgestuft. Die Bank verwies auf ein günstigeres Chance-Risiko-Verhältnis nach der Korrektur sowie auf die erhöhte Umsatzprognose für 2026. Trotzdem bleibt die Bewertung der zentrale Streitpunkt: Ob das hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis angesichts des Wachstumspfads gerechtfertigt ist, darüber sind Analysten weiterhin gespalten.

Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unterhalb ihres Allzeithochs — trotz eines Kursanstiegs von über 2.200 Prozent seit 2023. Die AIPCon-Ankündigungen haben den Titel heute um rund 2,5 Prozent nach oben getrieben, nachdem die NVIDIA-Kooperation bekannt wurde.

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